ORF-Serie „Museum für Zwei“ Entdeckungsreisen in Österreichs Museumslandschaft
262°

ORF-Serie „Museum für Zwei“ Entdeckungsreisen in Österreichs Museumslandschaft

262°
ORF-Serie „Museum für Zwei“ Entdeckungsreisen in Österreichs Museumslandschaft
Läuft bis 26/10/2021eingestellt am 25. Apr 2021
Ein Geiler.Deal vom ORF:

251040-Yb5Hm.jpg

„Museum für Zwei“ - Promis lassen sich verführen:
Verfügbar bis 26.10.2021
tv.orf.at/mus…wei

Kultureinrichtungen und speziell Museen sind in Zeiten der Pandemie zu großen Sehnsuchts-, ja fast schon Fernwehorten geworden. Dass sich Sehnsucht und Fernweh an einen Ort vor der eigenen Türe richten kann, das will die ORF-Serie „Museum für Zwei“ erkunden.

Die Idee: Ein Promi besucht den Hausherren oder die Hausherrin eines Museums. Und zusammen geht es auf Entdeckungsreise. Entstanden ist daraus schon eine Topografie der heimischen Museumslandschaft, die noch von Monat zu Monat anwachsen wird. Und die zu ganz neuen Entdeckungsreisen einlädt. Auch an die scheinbar unmöglichsten Orte des Landes.

251040-MxZUN.jpgDer österreichische Museumsbund listet pro Bezirk in Österreich die Zahl an eingetragenen Museen auf.


Die bisherigen Paarungen im „Museum für Zwei“


Wer die Zahl der heimischen Museen zwischen West und Ost bestimmen wollte, der kommt aus dem Zählen nicht raus. Allein über 780 Museen listet der heimische Museumsbund auf seiner Website samt detaillierter Institutionenverlinkung auf.
Kein Bezirk in diesem Land also, der im Schnitt nicht sieben bis acht Museen verzeichnet – und nicht inkludiert sind da viele kleine private Institutionen quer durchs ganze Land.


„Das Paradies ist nebenan“, könnte man also mit Cees Nooteboom sagen, wenn man auf die Entdeckungsmöglichkeiten blickt, die einen die Landschaft von Museen ermöglicht. Aber wie den Blick durch dieses Dickicht an Möglichkeiten sortieren?

Für die ORF-Serie „Museum für Zwei“, zu sehen laufend in der „matinee“ am Sonntag, haben sich immer besondere Paare durchs Museum aufgemacht:

Ein Hausherr oder eine Hausherrin empfängt einen Promi und zeigt ihm oder ihr sein Haus. Die Ursprungsidee lautete: Zeig doch dein Lieblingskunstwerk! Doch da viele der Institutionen im Land tatsächlich eine sehr lange Geschichte haben oder umfangreiche Bestände ihr Eigen nennen, ist es eine Qual der Wahl – und stets eine Tour d’Horizon zu den vielen, oft kuriosen Schaustücken an einem Ort geworden.


Was an der Serie deutlich wird:

Die Zeiten, in denen einen in einem Museum wie einst in der Albertina neben der großen, erhaltenswerten Kunst auch der Lurch entgegenkommen ist, sind vorbei.

Museen sind große Erlebnisräume geworden und bieten sich an für einen lebhaften Parcours durch das eigene kulturelle Gedächtnis eines Landes. Nicht nur die Neuentdeckung von Exponaten und eigener Geschichte ist im Museum möglich. Am Ende erfährt jeder und jede sehr viel von sich selbst, wenn er sich mal für ein, zwei Stunden auf eine Tour durch diesen magischen Entdeckungsort eingelassen hat.

Besuch des Skulpturenparks Prämstätten:
251040-rxlri.jpgEin „Museum für Zwei“ kann auch ein begehbarer Wurm sein, wie Schauspieler Johannes Silberschneider mit Direktorin Elisabeth Fiedler im Skulpturenpark Premstätten entdecken darf


„Talking about my generation“

Beim „Museum für Zwei“ sind es die Paarungen, die die Begegnung mit den Kunstwerken des Museums ausmachen. Neue Einblicke kommen nicht zuletzt durchs Nachfragen – oder durch die eigenen Erfahrungen, die jemand ins Museum mitbringt – zustande. Wenn etwa Albertina-Chef Klaus-Albrecht Schröder Birgit Lauda empfängt, dann taucht er mit ihr in die Tiefen der Albertina ab – „Talking about my Generation“ lautet da das Motto einer Ausstellung –, und mit The Who zieht also der ausschließliche Klassikfan Schröder durch die Hallen und Gänge seines Hauses und entdeckt gerade in der Rolle des Direktors als Guide manchen Aspekt ausgestellter Kunst neu.

Birgit Lauda mit Klaus-Albrecht Schröder:
251040-YRSQj.jpgAlbertina-Chef Klaus-Albrecht Schröder in den Tiefen seines Hauses mit Birgit Lauda. Mit Kunst hat er viel am Hut, mit The Who weniger.

18 Museen wurden im Rahmen dieser Serie bisher porträtiert. Und über ein umfangreiches Projekt der Sendebegleitung in tv.ORF.at werden alle Porträts auf einer begleitenden Seite dargestellt, sodass man über die Videos und begleitende Berichte bekannte Museen neu erleben oder ganz neue Museen entdecken kann. Wann immer man dazu Lust hat.


Mit einem Teil von „maschek“ durchs Leopold
tv.orf.at/mus…wei
Peter Hörmanseder lässt sich das Leopoldmuseum von Hausherren Peter-Paul Wiplinger zeigen

Die bisherigen Paarungen im „Museum für Zwei“ sind so prominent wie oft auch mit persönlichen Geschichten verwoben: etwa, wenn „maschek“ Peter Hörmanseder auf seinen einstigen Studienfreund Peter-Paul Wiplinger trifft, der mittlerweile Direktor des Leopoldsmuseums in Wien ist. Da tauchen die beiden ab in eines der schönsten Schlafzimmer Wiens oder posieren zusammen vor einem Klassiker Schiele und schaffen via Selfie eine neue Ikonografie zum Thema Museumsbesuch.

„Ein Haus aus Zimt“

Nicht selten sind es ganz bestimmte Exponate, an denen die Leiterinnen und Leiter der Museen nicht vorbeikommen. So zeigt der Direktor des Jüdischen Museums Hohenems seinem Gast Michael Köhlmeier einen Liebesbrief aus dem 17. Jahrhundert. Die auch optisch eindrucksvolle Textpassage des Briefes spiele mit den traditionellen Zutaten eines Hochzeitskuchens und beschwöre „ein Haus aus Zimt, ein Dach aus Muskatnuss, die Tür aus Nelken und die Scheiben aus Zuckerguss“.


Gerlinde Kaltenbrunner im Lentos
tv.orf.at/mus…wei
Der Gipfel der Kunst, im Lentos erklommen von Gerlinde Kaltenbrunner

Im Kunsthistorischen Museum (KHM) befindet sich Museumschefin Sabine Haag in Begleitung von Burgschauspieler Cornelius Obonya auf dem Weg durch die Gemäldegalerie wiederum auf einen Parcours, der literarisch schon durchmessen wurde. Der Weg zu Tintorettos „Weißbärtigem Mann“ im Bordonesaal, er führt auch durch die „Alten Meister“ von Thomas Bernhard. Kunstbetrachtung ist auch immer die Meisterschaft der Abschweifung, so viel ist ja spätestens mit Bernhard gewiss, wenn man sich auf „einer samtbezogenen Sitzbank“ über die „Kunst der Fuge von vor Bach bis nach Schumann“ unterhalten muss, um dabei „mehr von Mozart und nicht von Bach“ zu reden kommt.

„Nach ‚100 Pieces‘ rund um die Salzburger Festspiele bietet der ORF mit ‚Museum für Zwei‘ das nächste innovative mediale Crossover-Projekt im Kulturbereich zwischen TV-Kultur und ORF.at“, meint die Erfinderin des Format, ORF-Programmchefin Kathrin Zechner. Österreichs Museen seien kulturelles Rückgrat, Identifikationsstifter und regionaler, nationaler und internationaler Magnet des Landes. Gerade in Zeiten zeitlicher Lockdowns sei das noch deutlicher geworden.

Sabine Haag und Cornelius Obonya vor Tintorettos Weißbärtigem Mann:
251040-wR3H0.jpgSabine Haag im KHM mit Cornelius Obonya vor dem „Weißbärtigen Mann“. „Ich musst also, ganz gegen meinen Geschmack, Tizian in Kauf nehmen, um Reger vor dem Weißbärtigen Mann von Tintoretto beobachten zu können“, schlägt der KHM-Führer von Thomas Bernhard vor („Alte Meister“, S. 7).

Wie unerwartet Geschichte sein kann, wird für den Kabarettisten Alfred Dorfer deutlich, als er mit Danielle Spera eine Geschichtsrunde durch das Jüdische Museum in Wien dreht. „Opel Victoria Blitz“ ist das Rad, mit dem Theodor Herzl nicht nur durch Wien unterwegs war. Im Ausseerland erkundete er mit seinem damaligen Radlehrer Arthur Schnitzler die Gegend. „Man sieht, schon damals war es ein offenbar modernes Fortbewegungsmittel“, konstatiert Dorfer, der im Jüdischen Museum erneut daran erinnert wird, dass an den kleinsten Objekten lange Geschichten hängen können – etwa an den bunten Filmbehältern der 1956 aus Ungarn geflüchteten Jüdin Margit Dobronyi, die das Leben der jüdischen Gemeinde Wiens im Österreich nach der Schoah festgehalten hat.


Die Geheimnisse eines Archivschranks

Geschichte muss erlebbar werden – dieser Auftrag wird eigentlich in allen porträtieren Museen deutlich. Ob es nun Tempel der Kunst sind oder Orte, die die Historie eines Ortes, einer bestimmten Gruppe oder Zeit erzählen wollen. In Salzburg taucht Hubert „von Goisern“ Achtleitner über das sogenannte „Polyphon“, einen Schrank mit 124 Laden, ab in die Geschichte der letzten hundert Jahre Salzburger Festspiele. Der Ö1-Redakteur Peter Eichman hat für die Schau „Das große Welttheater“ eine Installation des Klangkünstlers Peter Androsch neu belebt – und in jede Lade ein Audiostück aus der Geschichte der letzten 100 Jahre Kunstauseinandersetzung versteckt.

Hubert Achleitner vor dem Salzburger Ladenschrank mit Musikbeispielen:
251040-tzejp.jpgHubert von Goisern probiert das „Polyphon“ im Salzburg Museum

Die eigene Vorstellungskraft auf der Probe

Überhaupt, so macht die Museumsserie deutlich, sind Museen Orte, an denen die eigene Vorstellungskraft auf die Probe gestellt werden kann. Wiens Altbürgermeister Michael Häupl etwa erprobt beim Rundgang durch das Naturhistorische Museum die virtuelle Möglichkeit eines Meteoriteneinschlags in Wien. „Na, zu groß muass der Sta“ nicht sein, der da auf Wien zurast, empfiehlt er Museumsdirektorin Katrin Vohland. Doch schon der ein Meter große Meteorit hätte durch den Aufprall auf Wien, wie die digitale Animation zeigt, die Kraft, die ganze Stadt auszuradieren. „Da Bürgermasta hätt dann nix mehr zu tun“, so Häupl trocken auf dieses Gedankenexperiment.


Überraschungen für einen Altbürgermeister
tv.orf.at/mus…wei
Michael Häupl lässt im Naturhistorischen Museum einen Meteoriten auf Wien stürzen

Man muss sich natürlich nicht an allen Orten in die Ferne der Dystopie begeben. Manchmal reicht auch, in die – scheinbar – entlegensten Gegenden des Landes zu reisen, um dort dann große Entdeckungen zu machen.

Denn wer sich etwa in die Gegend südlich der Drau begibt, etwa nach Neuhaus bei Lavamünd an der Grenze des Landes im Süden, der kann dort eines der großartigsten Museumserlebnisse an einem ungeahnten Ort entdecken. Das Museum Liaunig, an dem sich ein Sammelwütiger den eigenen Traum vom Museum verwirklicht hat.


Ein weiterer interessanter Geiler.Deal:

KHM Kunsthistorisches Museum Wien gratis Eintritt für Geburtstagskinder ab 26.01.2021 bis 31.12.2021
preisjaeger.at/dea…304

251040-mY80n.jpg


Und noch viele weitere Geile.Deals findet ihr hier:
preisjaeger.at/pro…als


Vielen Dank für eure Votes!



„Museum für Zwei“ Promis lassen sich verführen:
orf.at/sto…56/
Zusätzliche Info
7 Kommentare
Dein Kommentar