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Preisjäger-Check: Nintendos neue Spielkonsole Wii U im Test

Preisjäger-Check: Nintendos neue Spielkonsole Wii U im Test

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Preisjäger-Check: Nintendos neue Spielkonsole Wii U im Test

Am vergangenen Freitag ist sechs Jahre nach der Veröffentlichung der Wii die neue Spielkonsole aus dem Hause Nintendo veröffentlicht worden – die Wii U. Wie einige von euch vielleicht schon via Facebook mitbekommen haben, haben wir ein Leihgerät von Nintendo erhalten und sagen euch in unserem Testbericht, was die neue Konsole alles kann und ob sich ein Kauf lohnt.

Inhaltsverzeichnis Allgemeines & Technische DatenEine Konsole – zwei AusführungenTouch-Steuerung & Zusatzfunktionen – das Wii U GamePad im ÜberblickDas Bedieninterface der neuen Wii UOnline-Funktionen der KonsoleNew Super Mario Bros. U & Nintendo Land im KurztestWii-Funktionalität Fazit 1. Allgemeines & Technische Daten Als Nintendo vor ziemlich genau sechs Jahren seine Spielkonsole Wii veröffentlicht hat, habe ich sie mir als "alter Konsolero" gleich am ersten Tag geholt. Damals war vor allem die neuartige Bewegungssteuerung für mich der ausschlaggebende Grund zuzuschlagen. Dementsprechend groß war natürlich nach der Ankündigung der Wii U mein Interesse an Nintendos neuester Konsole.

In der vergangenen Woche war es dann soweit, und Nintendo hat uns ein Testexemplar der Wii U im Premium Pack zugeschickt. Natürlich haben wir uns gleich über die Konsole hergemacht und - soviel kann ich schon verraten - sie hat schon für mächtig Spaß gesorgt. Bevor es aber damit weitergeht, erst ein paar Daten und Fakten zur Nintendo Wii U.

Mit der Veröffentlichung seiner neuen Spielkonsole Nintendo Wii U, ist Nintendo der erste Hersteller, der den Start in eine neue Konsolengeneration einläutet. Die Konkurrenz von Sony und Microsoft, wird wohl frühestens Ende des kommenden Jahres mit seinen neuen Konsolen kontern, was Nintendo einen komfortablen Vorsprung verpasst – ob der japanische Konzern diesen auch ausnutzen kann, wird sich zeigen.

Was die genauen technischen Daten der Konsole angeht, hält sich Nintendo weiterhin bedeckt. Klar ist nur, dass im Inneren der Konsole ein Mehrkernprozessor von IBM arbeitet, der in etwa auf einer Höhe mit der Xbox 360 oder Sony PlayStation 3 sein dürfte. Wie auch bei der Wii, setzt Nintendo was die Grafik angeht auf AMD – zum Einsatz kommt eine nicht näher definierte High-Definition-Grafikkarte.

Die neue Nintendo-Konsole, kommt nun auch endlich mit einem HDMI-Anschluss zur Verbindung mit eurem Fernseher. Die maximale Videoauflösung liegt bei 1080p. Aber auch 1080i, 720p sowie 480p und 480i werden unterstützt. Sollte euer Fernseher keinen HDMI-Anschluss besitzen, könnt ihr die Wii U auch mit dem Wii Component Video-Kabel oder den Wii RGB- und Wii AV-Adaptern anschließen. Diese sind jedoch nicht im Lieferumfang enthalten.

Ins Internet gelangt die Wii U mit dem Standard-Lieferumfang ausschließlich per WLAN. Nur mit einem separat erhältlichen LAN-Adapter, den ihr an einen der vier USB-Anschlüsse (jeweils zwei auf der Vorder- und Rückseite) anschließen könnt, ist auch ein kabelgebundener Zugang möglich. Bei den optischen Medien – also den Spielediscs, setzt Nintendo erneut auf eine proprietäre Lösung. Unterstützt werden dabei die neuen Wii U Spielediscs sowie die Spiele-CDs der Nintendo Wii. DVDs oder Blu-rays werdet ihr auf offiziellem Weg aber weiterhin nicht wiedergeben können – dafür spart sich Nintendo an dieser Stelle jedoch teure Lizenzkosten.

» Lest auf der nächsten Seite alles zu den beiden Wii U-Versionen

2. Eine Konsole – zwei Ausführungen Mit der Wii U, geht Nintendo auch bei den verfügbaren Modellen unterschiedliche Wege. Gab es zum Marktstart der Wii nur eine Ausführung, gibt es von der Wii U zwei verschiedene Fassungen. Da haben wir zum Einen das Wii U Basic Pack, das für etwa 299 € verkauft wird und zum Anderen das Wii U Premium Pack, welches für rund 350 € über die Ladentheke geht.

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Die Konsolen unterscheiden sich aber nicht nur preislich, auch der Lieferumfang ist unterschiedlich. Im Wii U Basic Pack, bekommt ihr die Konsole mit 8 GB Speicher (davon 3 GB freie Speicherkapazität), dem Wii U GamePad, einem Touchpen und natürlich den üblichen Verdächtigen wie Netzteilen und HDMI-Kabel.

Die Ausstattung des Premium Packs ist da schon etwas umfangreicher. Dort habt ihr 32 GB Speicher (davon 25 GB frei nutzbar), ebenfalls das GamePad, einen Touchpen sowie eine Ladestation und einen Aufsteller für das GamePad sowie einen Konsolenständer, Netzteile, ein HDMI-Kabel und eine Sensorleiste wie ihr sie von der Wii kennt.

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Darüber hinaus sind das Spiel Nintendo Land - eine Minispielsammlung mit 12 Attraktionen - und das Nintendo Premium Network enthalten. Dabei handelt es sich um ein Prämienprogramm, mit dem ihr für den Kauf von Inhalten im eShop Punkte sammelt, die ihr dann für Downloads einlösen könnt. Die Frist zum Sammeln von Punkten endet voraussichtlich am 31. Dezember 2014.

Für beide Konsolen gilt übrigens, dass ihr die Menge an verfügbarem Speicher mittels einer SD-Karte oder einem USB-Speichermedium erweitern könnt. Eine Liste kompatibler Speichermedien findet ihr auf der Internetseite des Spieleherstellers. Schade finde ich aber, dass Nintendo bei seiner neuen Konsole nur auf den USB 2.0-Standard setzt, wenn doch USB 3.0 mittlerweile lang genug auf dem Markt ist und deutlich höhere Übertragungsraten bietet.

» Lest auf der nächsten Seite alles zum neuen Wii U GamePad

3. Touch-Steuerung & Zusatzfunktionen – das Wii U Gamepad im Überblick Eine der (neben der HD-Auflösung) wohl auffälligsten Neuerungen im Vergleich zur Wii, ist das Wii U GamePad. Hatte Nintendo mit seiner Wii zunächst den Trend hin zur Bewegungssteuerung ausgelöst (siehe auch Microsoft Xbox Kinect und Sony PlayStation Move), könnte das Traditionsunternehmen mit seiner Touch-Steuerung und den teils sinnvollen, teils lustigen Zusatzfunktionen des Wii U GamePad erneut Vorreiter sein und einen weiteren Trend auslösen.

Als ich vergangenes Jahr die ersten Trailer zur neuen Nintendo-Konsole gesehen hatte, war ich etwas skeptisch, ob ein recht klobiger Controller (etwa 25,9 x 13,5 x 2,3 cm) wirklich der richtige Weg sein könnte bei einer Next-Gen-Konsole. Nicht nur ich, sondern auch die Kollegen im Büro waren überrascht, wie gut das Mini-Tablet mit seinem 6,2 Zoll großen Touchscreen und einem Gewicht von etwa 500 Gramm, in den Händen liegt. Seine Auflösung liegt übrigens bei 854 x 480 Bildpunkten.

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Auf der Vorderseite bietet der Controller neben dem Display auch eine Kamera, zwei Analogsticks, ein Steuerkreuz sowie die altbekannten Start- und Select-Buttons und vier weitere Steuerknöpfe. Zudem gibt es dort auch zwei Stereo-Lautsprecher einen Home-Button, einen Power-Schalter und einen TV-Knopf. Was ihr damit genau machen könnt, erzähle ich euch gleich ;-).

Auf der Rückseite des GamePads haben wir zwei Trigger-Buttons und auf der Oberseite befinden sich noch zwei Schultertasten, sowie ein Kopfhöreranschluss, Micro-USB-Port zum Aufladen und ein Lautstärkeregler. Auch der TouchPen, den ihr vielleicht schon vom Nintendo DS kennt, ist dort untergebracht. Dieser ist leider für die Steuerung und auch die Einrichtung der Konsole kaum wegzudenken, da Nintendo hier auf einen resistiven Touchscreen setzt. Auch Multitouch wird vom GamePad nicht unterstützt.

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Kommen wir wie versprochen kurz zurück zur TV-Taste auf dem GamePad. Bei der Ersteinrichtung der Konsole – diese erfolgt eigentlich ausschließlich über das GamePad – habt ihr die Möglichkeit, den Hersteller eures TV-Geräts anzugeben. Dazu wählt ihr aus einer doch sehr umfangreichen Liste die passende Firma aus und schon könnt ihr das TV-Gerät mit eurem GamePad fernsteuern.

Das ist eine der meiner Meinung nach sehr sinnvollen Funktionen des GamePads und erspart euch das hantieren mit Fernbedienungen. Auch als Ersatz für eine Universalfernbedienung wie die Logitech Harmony, könnt ihr es verwenden. Toll ist übrigens auch, dass ihr das GamePad zum Surfen im Internet auf der Couch verwenden könnt – lediglich die Bedienung ohne Tastatur ist etwas umständlich, aber mit dem beigelegten TouchPen durchaus machbar.

» Lest auf der nächsten Seite alles zum Bedieninterface der Wii U

4. Das Bedieninterface der neuen Wii U

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Eine der Darstellungsmöglichkeiten des Wii U Interface (Sorry für die Bildqualität, meine Kamera ist nicht so der Brüller)

Die meisten von euch, dürften ja noch das Kanalinterface der Nintendo Wii erinnern. Jeweils vier Kanäle in einer Reihe und zwölf auf einer Seite, machten das unverwechselbare – aber auch etwas altmodische – Design aus. Bei der Wii U wirkt das Interface wesentlich frischer und jugendlicher. Auf eurem Fernseher seht ihr jetzt die jeweiligen Funktionen vom Chat über die Freundesliste, bis hin zum Nintendo-Kanal dem Mii-Maker und dem Online-Shop die einzelnen Funktionen in einem Kreis angerichtet. Auf Wunsch könnt ihr aber auch zu der von Nintendos Wii bekannten Ansicht wechseln.

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Eine der Darstellungsmöglichkeiten des Wii U Interface (Sorry für die Bildqualität, meine Kamera ist nicht so der Brüller)

Auch auf dem GamePad wird das Startinterface angezeigt – jedoch immer genau das Gegenteil von der Anzeige auf dem Fernseher. Entscheidet ihr auch auf dem TV für die Kanalansicht, seht ihr auf dem GamePad das neue Design und umgekehrt. Wählt ihr einen der Kanäle aus, könnt ihr immer auch über den Touchscreen die weiteren Einstellungen vornehmen – meistens ist dies sogar ausschließlich über das GamePad möglich, wärehnd auf dem TV-Bildschirm lediglich zusätzlichen Informationen eingeblendet werden.

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Auch auf dem Wii U GamePad wird das Menü angezeigt...

Neu bei der Wii U ist darüber hinaus das sogenannte Miiverse – ein Treffpunkt für Freunde und Familie, bei dem ihr Miis austauschen, miteinander kommunizieren, euch über Spiele unterhalten oder euch zu Spiele-Sessions verabreden könnt.

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...dabei seht ihr jeweils das entgegengesetzte Menü zum TV-Bildschirm.

» Lest auf der nächsten Seite alles zu den Online-Funktionen der Konsole

5. Online-Funktionen der Konsole Als vor sechs Jahren die Nintendo Wii auf den Markt gekommen ist, hab ich sie mir wie schon erwähnt gleich am Release-Tag zugelegt. Und während sie – gerade im Multiplayer-Bereich – seit jeher für sehr viel Spaß gesorgt hat, waren die Online-Funktionen der Wii eher mäßig. Gerade im Vergleich zum Online-Dienst der Xbox 360, Xbox Live, konnte Nintendo nicht einmal ansatzweise mithalten.

Mit der Wii U soll sich das ändern und so verpasst Nintendo der Konsole gleich eine ganze Reihe an sinnvollen Online-Funktionen – allen voran das Miiverse. Dabei handelt es sich wie angesprochen um eine Art Lobby, in der ihr euch mit Freunden und Familie „treffen“ könnt, um eure selbstgestalteten Miis auszutauschen, miteinander zu chatten, euch über Spiele auszutauschen, oder euch zu Spielen zu verabreden. Das überaus lästige Hantieren mit den Friendscodes der Wii, gehört damit endlich der Vergangenheit an.

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Auch auf Videodienste wie YouTube habt ihr über die Wii U Zugriff...

Neben der Freundeslobby, habt ihr auch Zugriff auf Online-Communities, in denen ihr euch mit Personen aus der ganzen Welt austauschen könnt. Auch Screenshots, Erfolge oder Probleme in Spielen – beispielsweise bei New Super Mario Bros. U – lassen sich dort hochladen und gemeinsam mit anderen Personen betrachten und lösen. Übrigens: auch die Navigation durch das Miiverse erfolgt nicht über eine WiiMote, sondern lediglich über das GamePad. Auf dem Fernseher werden die Informationen dann in groß dargestellt.

Zusätzlich zum Miiverse, bietet Nintendo mit seiner neuen Konsole auch ein paar Multimedia-Funktionen an. So habt ihr beispielsweise Zugriff auf YouTube oder auf die Online-Videothek Lovefilm. Beide Kanäle stehen auch auf der Startseite (ihr müsst dazu die „alte“ Ansicht wählen) zur Verfügung. Bevor ihr sie nutzen könnt, müssen sie jedoch zunächst als Update heruntergeladen werden.

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...auf dem GamePad seht ihr immer zusätzliche Informationen zum gewählten Video.

Sehr gut gelöst finde ich die Umsetzung von Lovefilm und YouTube auf der neuen Konsole. Während ihr auf dem Fernseher eine große Übersicht mit den jeweiligen Filmen oder Videos seht, werden euch auf dem GamePad weitere Informationen wie beispielsweise die Beschreibung angezeigt. Nutzt ihr die Suchfunktion, könnt ihr den gewünschten Begriff ebenfalls über das GamePad eingeben. Vermutlich erst im kommenden Jahr, wird zudem auch in Europa TVii starten, das Streaming-TV auf die Konsole bringt.

Ebenfalls zu den Online-Funktionen der Konsole zählt natürlich der Nintendo eShop, den man – unter anderem Namen – ja auch schon von der Wii kennt und den es auch bei der Nintendo DS-Reihe gibt. Dort habt ihr nicht nur die Möglichkeit, altbekannte VirtualConsole-Titel oder WiiWare-Spiele herunterzuladen – auch komplette Game-Downloads aktueller Titel sind dort möglich. Dies könnte im Basic Pack der Konsole aber natürlich zu Platzproblemen auf dem geringen internen Speicher führen.

» Auf der nächsten gibt es Super Mario Bros. U und Nintendo Land im Kurztest

6. New Super Mario Bros. U & Nintendo Land im Kurztest

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Mit New Super Mario Bros. U, steht zum ersten Mal seit dem Nintendo 64 wieder ein neuer Mario-Titel schon zum Start einer neuen TV-Konsole von Nintendo zur Verfügung – und erstmals auch in High Definition. Und ganz ehrlich: so gut haben Mario & Co. sowie das „Pilzkönigreich“ noch nie ausgesehen und es macht richtig Spaß, auch endlich Nintendo-Titel in sehr guter Auflösung und Bildqualität zu spielen.

Die Handlung ist eigentlich recht schnell erzählt – wie bei nahezu jedem Super Mario-Spiel (Super Mario Bros. 2 auf dem NES mal ausgenommen), treten Mario und sein Bruder Luigi gegen ihren Erzfeind Bowser an. Und wie üblich, muss auch in der Neufassung des Jump’n’Runs Prinzessin Peach gerettet werden. Beim ersten Start des Spiels, sind uns sofort parallelen zu Super Mario Bros. 3 auf dem NES aufgefallen, was vor allen die Gegner und Weltenaufteilung betrifft.

Eine größere Ähnlichkeit hat das Spiel aber natürlich zu dem auf der Wii erschienen New Super Mario Bros. Konnte man dort noch zu viert Spielen (Mario, Luigi, 2x Toad), können bei New Super Mario Bros. U sogar fünf Spieler mitmachen. Vier davon an WiiMotes (die nicht im Lieferumfang enthalten sind) und einer am Wii U GamePad. Letzterer kann den sogenannten Boost-Modus nutzen, um Blöcke zu setzen auf die sich die anderen Spieler retten können, und um Gegner zu betäuben. Das sorgt noch einmal für etwas frischen Wind in der Spielereihe.

Neu ist auch die Integration des sozialen Netzwerks Miiverse. Darüber werden Tipps & Tricks, Anmerkungen oder Nachrichten direkt auf der Levelkarte angezeigt – immer neben dem Level, auf das sie sich auch beziehen. Die Umsetzung ist Nintendo sehr gut gelungen und natürlich kann man auch selbst Nachrichten für andere Spieler hinterlassen.

Ebenfalls neu sind die Challenges. In den Herausforderungen müsst ihr beispielsweise eine bestimmte Anzahl Münzen sammeln ohne zu sterben, oder in Rekordzeit durch ein Level flitzen. Dafür werdet ihr dann mit einer Gold-, Silber- oder Bronzemedaille belohnt. Das Spiel selbst ist vor allem im Multiplayer-Modus sehr lustig, auch wenn die ersten Level für fortgeschrittene Spieler etwas zu einfach sind.

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Wer sich für die Wii U im Premium Pack entscheidet, erhält zusätzlich zur Konsole noch die Spielesammlung Nintendo Land. Der virtuelle Freizeitpark bietet 12 Attraktionen, die auch Gebrauch vom neuen GamePad machen. Jede der Attraktionen ist übrigens einem Nintendo Charakter gewidmet – dazu zählen beispielsweise Donkey Kong, oder auch Samus Aran, die einige vielleicht aus der Metroid-Serie von Nintendo kennen.

Die Spiele selbst sind recht kurzweilig, und können je nach Attraktion entweder im Single-Player oder im Mehrspieler-Modus gespielt werden – dabei sind meist sogar bis zu fünf Spieler möglich. So gibt es beispielsweise ein Minispiel, bei dem der Spieler mit dem GamePad von seinen Gegnern gesucht werden muss. Während der „Verstecker“ die komplette Karte mit seinen Gegnern auf dem Touchscreen sieht, sehen diese auf dem Fernsehbildschirm lediglich den Ausschnitt, in dem sie sich befinden.

Toll ist zudem die Möglichkeit, das GamePad in anderen Spielen als Sucher zu benutzen. Diese Idee bringt ein paar ganz neue Spielmöglichkeiten und man darf gespannt sein, was sich Nintendo und andere Spielehersteller dazu noch einfallen lassen.

» Auf der nächsten Seite gibt es Informationen zur Wii-Funktionalität und unser Fazit

7. Wii-Funktionalität Wie zu Beginn des Testberichts schon erwähnt, setzt Nintendo bei seiner Wii U stark auf eine Kompatibilität zur Vorgängerkonsole Wii. Gleiches hatte der Konzern ja auch schon bei Wii und Gamecube gemacht. Dies hat den Vorteil, dass ihr Zubehör der alten Konsole auch an der neuen nutzen könnt. Dazu zählen beispielsweise Wii-Controller und Nunchucks sowie die Nintendo Wii Sensorleiste, die ja im Basic Pack nicht enthalten ist.

27038-f09e5243a8918d82e33c57400a2f14d0.jBeim Spielen von Wii-Games, bootet die Konsole in das alte Wii Menü...

Sehr gut ist aber auch, dass sich die Daten von der Wii auf die neue Wii U übertragen lassen. Dazu zählen beispielsweise Speicherdaten, WiiWare- und Virtual Console-Titel sowie Wii Points, zusätzliche Inhalte, die Kaufhistorie oder Miis. Lediglich der Weg der Daten auf die neue Konsole ist mehr als Umständlich. Die Daten müssen nämlich per SD-Karte kopiert werden und können nicht über das Internet übertragen werden.

27039-6baec6e1f9f0e8fad3d1a771a58e3567.j...leider wird das Menü lediglich in SD-Qualität dargestellt.

Schade ist zudem, dass zum Start von Wii-Spielen die komplette Konsole neugestartet wird. Dabei schaltet sich das GamePad aus und die Konsole bootet in das altbekannte Wii Menü – und das ganze leider auch in nicht wirklich hübscher SD-Qualität. An dieser Stelle hätte ich mir von Nintendo eine schönere Umsetzung gewünscht. Die Wii Spiele selbst werden problemlos erkannt, können aber wie schon angesprochen nur mit einer WiiMote gespielt werden. 8. Fazit Endlich ist Nintendo in der HD-Welt angekommen, und hat mit der Wii U eine Konsole veröffentlicht, die zumindest in den uns vorliegenden Spielen New Super Mario Bros. U und Nintendo Land eine sehr gute Bildqualität bietet. Diese liegt natürlich deutlich über der Qualität der Wii und braucht sich auch im Vergleich mit Microsofts Xbox 360 oder der PlayStation 3 keinesfalls verstecken, sondern liegt zumindest nach meinem subjektiven Empfinden teilweise sogar vor der Konkurrenz.

Mir persönlich hat die Wii U sehr gut gefallen. Sie setzt teilweise auf altbewährte Sachen, die schon der Wii zum Erfolg verholfen haben, bringt aber auch zahlreiche neue Ideen und Elemente mit, die größtenteils sehr gut umgesetzt sind.

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Highlight der Konsole ist natürlich das GamePad, das wie schon erwähnt trotz der Größe und des Gewichts sehr gut in der Hand liegt und viele sinnvolle Funktionen und Erweiterungen bietet. Hier ist es sicherlich interessant zu sehen, was in den kommenden Wochen und Monaten noch alles passieren wird und für welche Zwecke das kleine Tablet eingesetzt wird. Super ist beispielsweise, dass man es nicht nur zum Spielen, sondern auch zum Surfen für Zwischendurch auf dem Sofa oder als Universalfernbedienung nutzen kann. Ersteres ist aber denke ich nur interessant, wenn ihr noch keinen Tablet-PC besitzt.

Eine Online-Funktion, die sich nicht vor der der Konkurrenz verstecken muss, haben sich Nintendo-Fans schon lange gewünscht und mit der Wii U, hat der Spielekonzern es auch endlich hinbekommen. Gerade die Social-Media-Komponenten von Miiverse sind wirklich gut umgesetzt und wie bei New Super Mario Bros U. auch sehr gut in das Spiel integriert.

Es gibt aber auch Grund zur Kritik an Nintendos neuer Konsole. Schade ist zum Beispiel, dass man nach dem Kauf der Konsole zunächst ein sehr großes Update herunterladen muss, damit überhaupt alle neuen Funktionen genutzt werden können – das hätte man im Vorfeld sicherlich besser lösen können. Auch die Wii-Unterstützung ist zwar gut gemeint und sinnvoll, aber eher lieblos umgesetzt. Vor allem die Tatsache, dass bei Wii-Spielen das alte Menü in SD-Qualität genutzt wird, ist mir unverständlich. Auch das Kopieren der Daten von der Wii hätte einfacher gestaltet werden können.

Ein Punkt, der aber hoffentlich in einem der kommenden Systemupdates ausgemerzt wird, sind auch gelegentlich lange Ladezeiten der Konsole. So vergehen beispielsweise beim Aufrufen der Systemeinstellungen einige Sekunden und auch der Zugriff auf YouTube und das Beenden von Anwendungen könnten noch deutlich schneller gehen. Hier war in einigen Punkten sogar die Wii flotter.

Alles in allem, finde ich die Wii U sehr gut gelungen und würde sie mir persönlich auch kaufen, wenn ich denn die Zeit zum zocken hätte. Die positiven Aspekte der neuen Konsole machen die Kritikpunkte wett, vor allem weil zu erwarten ist, dass an einigen Punkten mit einem Update nachgeholfen werden kann und wird. Für welche Variante man sich entscheidet, ist einem natürlich selbst überlassen – wer keine Wii besitzt, sollte aber zum Premium Pack greifen, da hier beispielsweise die Sensorleiste schon enthalten ist.

Auch wenn ihr schon eine Wii besitzt, macht ein Umstieg auf die neue Konsole durchaus Sinn. Da die Wii U ja ohnehin kompatibel zur Wii ist, habt ihr den Vorteil, dass ihr euer Zubehör und eure Spiele auch weiterhin nutzen könnt. Für Umsteiger dürfte aber vermutlich auch die Basic-Version ausreichen. Das "Problem" des geringeren Speicherplatzes, kann man ja durch die Nutzung einer externen Festplatte beheben.

Was den Preis angeht, schlägt die Wii U im Basic Pack mit 299 € zu Buche und das Premium Pack, das doch einen deutlich besseren Umfang bietet, kostet 50 € mehr. Die Wii war ja sehr preisstabil und auch beim Nachfolger ist sicherlich im nächsten halben Jahr mit keiner Preissenkung zu rechnen.

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In Zukunft wollen wir gerne öfter Testberichte zu Produkten veröffentlichen. Zu welchem Artikel würdet ihr denn gerne einen lesen?

8 Kommentare

Gut geschrieben spiele schon seit ein paar tagen zombiu und kanns nur jedem empfehlen! Ich hoffe aber das noch infrarot frequenzen für die universalfernbedienungsfunktion nachgereicht werden den zurzeit werden nicht so viele frequenzen angeboten (onkyo ist nicht mal dabei.....)

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Anonym18596

Die WiiU selbst ist ja an sich nicht schlecht, ZombiU ist spitze, aber die Ladezeiten in den Menüs ist verdammt lange. Leider hat das letzte Update nicht die erhoffte Verbesserung gebracht.

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Anonym12184

Sehr ausführlicher Test, sowas könnte es ruhig öfter geben. Was mich bis jetzt am meisten fasziniert ist, dass man für Mario zB. nicht einmal den Fernseher einschalten muss. Einfach Gamepad hernehmen, Wii U starten und los gehts. Und meine Fernbedienung is auch schon ganz einsam. ^^ Ich bin sehr zufrieden mit dem was Nintendo abgeliefert hat. Kleine Kinderkrankheiten sind normal und werden bestimmt bald ausgebessert. Damit muss man als Early-Adopter leben.

Ja, das mit den Kinderkrankheiten sehe ich ähnlich - ich denke da ist durch Updates auf jeden Fall noch Spielraum nach oben. Zu was würdest du denn gerne mal einen Testbericht lesen?

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Anonym18515

Gibts denn schon ein Spiel, dass die Grafikleistung zeigt? Wäre sehr enttäuschend wenns nichtmal auf xbox360/ps3-niveau wäre, da wir ja doch bald 2013 haben und ja ich weiß, dass nintendo nicht nur grafik-fans ansprechen will, trotzdem wäre ich von einer gamecube grafik (viel besser war wii ja net) enttäuscht.

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Anonym19268

Hab hier nicht meine Nurterdaten darum irgendwie: Der Artikel ist echt in Ordnung... aber imho hier wirklich fehl am Platz. Die Seite ist eine Dealseite und das erwartet man sich hier auch -> so ist sie auch aufgebaut. Was ein bischen älter ist, wird uninteressant und verschwindet in der Historie. Bei Deals genau richitg, für ein Review nach einer Woche schade. Finde sowas ist kein aufpeppen sondern verwässern. Entweder so wie sparfreunde zwar verlinken aber als eigenes projekt. oder bei einer seite die reviews macht anheuern, eigner z.b. youtube channel oder was auch immer. mit dem sms alarm, gutschein app usw. habt ihr eh viele nebenprojekte die super das sortiment ergänzen. Schuster bleib bei deinen Leisten ;-) @ positives Feedback: Das dürfte imho nur kommen wenn es um neue technische Spielzeuge geht wo man sich auch bald einen Deal erwartet...

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Anonym4372

[...] ihr mehr über die Wii-U wissen wollt, kann ich euch unseren ausführlichen Wii-U Testbericht ans Herz legen. Und unser improvisiertes Unboxing (danke Nintendo) [...]

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Anonym4372

[...] Land dazu. Wir haben uns die Konsole ja schon genauer angesehen und unsere Eindrücke in einem Testbericht [...]

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