Leider ist dieser Deal mittlerweile abgelaufen

(Preisjäger Konsumentenschutz) Warnung vor Eloop e-Car-Sharing / Erfahrungen

aktualisiert 29. Apr (eingestellt 28. Apr)

Dieser Deal ist leider abgelaufen. Hier sind ein paar andere Optionen für Dich:

Update 1
Zu den gestrigen Sachverhaltsdarstellungen gesellt sich nun ein Update, das nicht minder unerfreulich anmutet. Eloop verweigert die Löschung von Kunden- und Zahlungsdaten, und bezichtigt seine Kunden und Preisjäger kurzerhand als Lügner. Wie sich Eloop auf unseren Artikel verhält, wie man offiziell Stellung genommen hat, erfahrt ihr in unserem Artikel. (Update im Text)
Liebste Community, die aktuellsten Entwicklungen und Rückmeldungen in Verbindung mit dem e-Car-Sharing Unternehmen "Eloop" veranlassen uns hier eine Warnung an alle Preisjäger auszusprechen. Das Unternehmen zeichnet sich durch die Vermietung von e-Fahrzeugen der noblen Marke Tesla sowie einigen BMW i3 Modellen aus. In jüngster Vergangenheit hat das Unternehmen den Eindruck erweckt, dringend mehr Geld von seinen Kunden einnehmen zu müssen und wurde in dieser Not ganz augenscheinlich sehr kreativ - auf Kosten seiner Kunden. Wir fassen zusammen:

  • Spontan angekündigte 19,90 € Servicepauschale

Satte 19,90 € wollte Eloop binnen weniger Tage von nahezu all seinen Kunden jährlich abziehen, so man nicht binnen kürzester Zeit schriftlich widerspricht/kündigt... Eine Preisjäger Warnung zu diesem Vorgehen führte seinerzeit zu einer massiven Kündigungswelle, wonach Eloop bereits am Folgetag die Reißleine gezogen und die "Aktion" abgeblasen hat. Hier könnt ihr die Entwicklungen und das Vorgehen von Eloop Anfang April nachlesen und euch alle Informationen dazu einholen.

  • Eloop stellt "Organstrafmandate" iHv 250 € fürs Schnellfahren aus

In den letzten Tagen mehren sich die Rückmeldungen, dass einige Kunden Rechnungen des e-Car-Sharing Unternehmens per Mail zugeschickt und im Anschluss satte 250 € von ihrer Kreditkarte abgebucht bekommen. Hintergrund sei ein (zu) Schnellfahren bei einer der letzten Mieten. Hier berichten Betroffene von Überschreitungen von rund 10% (das wären also über 55 km/h anstelle der erlaubten 50 km/h innerorts). Ferner wird berichtet, dass solcherlei Geschwindigkeitsübertretung teilweise in Summe nur 1-2 Minuten angedauert hätten. Ob und inwieweit hier einseitig untertrieben wird, können wir nur vermuten, aber auch wenn es etwas mehr gewesen sein soll: Eloop argumentiert mit einem Verstoß gegen ihre AGB, in denen offenbar normiert wird, dass Schnellfahren mit 250 € geahndet wird. Diese Praxis wäre nach unserer rechtlichen Einschätzung nicht haltbar. Eloop maßt sich damit nicht nur die Tätigkeit der Exekutive bzw Verwaltungsstrafbehörde an, mit solcherlei AGB Klauseln müssen Kunden wohl auch nicht rechnen, sie sind jedenfalls unüblich und naturgemäß gröblich benachteiligend und sichtlich mehr als nur überraschend. Wir empfehlen hier allen Betroffenen schnellstmöglich den Konsumentenschutz zu kontaktieren und parallel dazu per Mail Einspruch gegen die ausgestellte Rechnung zu erheben. Habt ihr eine Rechtsschutzversicherung, so beansprucht ihr bitte diese und geht gegen die uMn unrechtmäßige Rechnung vor.

  • Eloop lastet Mietern Fahrzeug-Schäden an (3000 €), die sie nicht verursacht haben

Ebenfalls häufen sich die Meldungen, wonach Eloop seinen Mietern Fahrzeugschaden anlastet, die sie angeblich verursacht haben sollen. Google Rezensionen berichten davon, dass Eloop kurz nach Beendigung der jeweiligen Miete an seine Fahrer eine E-Mail aussendet, in der diverse Fahrzeugschäden reklamiert werden, die von Seiten des Mieters angeblich nicht ordnungsgemäß gemeldet und diesem daher angelastet werden. Hier fallen neben Strafgeühren für das Nichtmelden rund 500 € an, die Schadenabwicklung wird mit rund 3000 € vergebührt. Grundsätzlich sind natürlich Unfallschäden immer vom Verursacher zu bezahlen, hier gäbe es naturgemäß keinen Grund zur Beanstandung. Was allerdings sehr dubios und auffällig anmutet, ist der Umstand, dass diese Aufforderung sofort fallengelassen wird, alsbald die betroffenen Kunden eigene Fotos vom Fahrzeug übersenden, die sie glücklicherweise vom Fahrzeug nach Beendigung der Miete gemacht habe. Wer allerdings in der Eile auf solche Fotos vergessen hat, schaut hier schnell sehr teuer durch die Finger. Überdies einen bitteren Beigeschmack hinterlässt im Zusammenhang damit auch dieses Vorgehen:

  • Eloop bietet an von Fahrzeugschäden-Strafen abzusehen, wenn Google Rezensionen gelöscht werden

Wie der Titel schon verrät, erhärten sich diese Schilderungen durch eine weitere Praxis von Eloop, wonach Kunden augenscheinlich kontaktiert und erpresst werden, ihre negative Google Rezension zu löschen, andernfalls man ihnen Fahrzeugschäden anlastet und diese nicht von der Versicherung übernommen werden. Hier stellt man Kunden wohl vor die Wahl, sich ihren Unmut und die negativen Erfahrungen 3000 € Kosten zu lassen, oder entsprechend darauf zu verzichten. Auch hier können wir natürlich nur auf diverse Rezensenten vertrauen, unsere Erfahrung zeigt aber, dass diese in der Regel zumindest nicht ganz frei erfunden sind.

  • 350 € Strafe bei Abstellen der Fahrzeuge mit unter 20km Ladung

Offenbar verrechnet Eloop auch Strafzahlungen iHv satten 350 €, wenn Fahrzeuge bei einer Ladung unter 20km keine Ladestation aufgesucht wird. Diese Praxis können wir jedenfalls noch nachvollziehen, hängt damit ja auch ein immenser Verwaltungsaufwand daran. Hier fänden wir aber eine Warnung in der App weitaus fairer.

  • Service im Notfall nicht erreichbar

Im Falle des Falles scheint Eloop nicht immer erreichbar zu sein. Das führt in der Praxis zu erheblichen Mehrkosten, insbesondere dann, wenn die Miete durch diverse Umstände außerhalb des Verschuldens der Mieter nicht beendet werden kann.



Update vom 29.4.2022:

  • Eloop verweigert die Löschung von Kundendaten und Zahlungsinformationen

Preisjäger-User berichten in den vergangenen Stunden von folgender Praxis: Wer um die Löschung seines Accounts bei Eloop ansucht, erhält binnen kurzer Zeit die Rückmeldung, dass man den Account lediglich stilllegen könne. Hintergrund sei hier, dass man die Daten noch 2 Jahre nach der letzten Fahrt speichern müsse, um in dieser Zeit etwaige Verkehrsstrafen nachreichen zu können. Dasselbe gelte hier übrigens auch für eure Zahlungsdaten, also im Regelfall die bei Eloop hinterlegte Kreditkarte. Hier spricht man sogar von der Fälligkeit einer Bearbeitungsgebühr oder AGB-Pönalen, die man bei etwaigen Verkehrsvergehen noch nachverrechnen wolle. Ob und inwieweit das zulässig ist und im Einklang mit der DSGVO zu stellen ist, werden die zuständigen Behörden in den nächsten Tagen wohl prüfen müssen.

  • Eloop bezeichnet Kunden-Rückmeldungen als Lüge, sperrt kritische User und droht mit Anwälten

Mit den oben näher bezeichneten Sachverhalten konfrontiert, reagiert Eloop auf offiziellen Kanälen wie folgt:

"Preisjäger sei kein Qualitätsblatt, ein seriöses Medium hätte Eloop vorher gefragt, ob man diese Artikel veröffentlichen darf, die Sachverhaltsdarstellungen der Kunden seien allesamt erlogen, man würde hier nur falsche Google-Bewertungen heranziehen, 250 € für‘s Schnellfahren verrechne Eloop sicher nicht, nur bei Fahrern die mit 130km/h durch die Stadt fahren, Preisjäger sei eine dubiose Firma ohne Impressum, der Firmensitz von Preisjäger läge am Friedhof, man habe vergebens versucht, Preisjäger zu erreichen und würde nun Anwälte einschalten, um den Artikel hier vom Netz zu nehmen".

Indes wurden aus einer offiziellen Telegram-Gruppe kritische User und auch betroffene Eloop-Kunden mundtot gemacht, indem sie wortlos aus der entsprechenden Gruppe gesperrt und ausgeschlossen wurden. Zeitgleich wurden einige Bewertungen aus den Google Rezensionen ausgeblendet sowie schlussendlich die Telegram Gruppe gänzlich privat geschalten. Hier scheint der Betreiber in Hinblick auf sein professionelles Auftreten nach Außen hin nun gänzlich die Kontrolle verloren zu haben.



FAZIT: In Anbetracht dieser Blöcke bleibt uns nicht vielmehr übrig, als euch eine dringende Warnung vor Eloop auszusprechen. Wir maßen uns nicht an, euch ein Vorgehen zu empfehlen, raten aber jedenfalls vor einer Nutzung ohne Kenntnis all dieser Umstände ab und legen allen Fahrern nahe, keinesfalls zu schnell zu fahren und jedenfalls immer Fotos vom Fahrzeug vor und nach Fahrtantritt zu sichern.

All denjenigen, die bereits von Mehrkosten und dubiosen Zuzahlungen betroffen sind, empfehlen wir von ihrer Rechtsschutzversicherung Gebrauch zu machen, alternativ bestehen zahlreiche kostenlose Möglichkeiten, gegen die AGB-Pönalen vorzugehen (danke für die Links Preisjäger @Markus )

Arbeiterkammer für kostenlose Konsumentenberatung
VKI für kostenlose Konsumentenberatung durch Juristen und Fachexperten
Datenschutzbehörde Österreich für Datenschutz Beschwerden
Öamtc für kostenlose Rechtsberatung bei Mitgliedschaft
Arbö für kostenlose Rechtsberatung bei Mitgliedschaft (aktuell sogar gratis zu haben!)



Ihr wollte euren Account stilllegen? Dann haben wir hier eine Anleitung für euch:

  • Account pausieren

Geht dazu in der App auf Account und scrollt bis ganz nach unten zum Button Account pausieren.

Menü > Account > Account pausieren

Damit ist zwar der Account nicht weiter nutzbar, euch fällt aber die Gebühr definitiv nicht an. Wem das darüber hinaus zu weit geht bzw. zu wenig ist, der kann seinen Account per Mail löschen (zusätzlich, nicht ersatzweise!)


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe den Account „(eure Mailadresse)“ bereits in Ihrer App pausiert. Da ich mit ihren AGB nicht einverstanden bin, ersuche ich Sie darüber hinaus auch höflich um die vollständige Löschung meines oben näher bezeichneten Accounts. Ich bitte Sie ferner um die Kenntnisnahme meines Widerrufs zur Abbuchung jedweder Zahlungen von meiner bei Ihnen hinterlegten Kreditkarte und verbleibe

mit der Bitte um Bestätigung sowie
freundlichen Grüßen,

Euer Name




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