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Versandhaus Neckermann stellt Insolvenzantrag

Versandhaus Neckermann stellt Insolvenzantrag

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Versandhaus Neckermann stellt Insolvenzantrag

Nach der Pleite der Drogeriekette Schlecker, droht nun dem nächsten Traditionsunternehmen das Aus. Wie der Online-Versandhändler Neckermann in einer Pressemitteilung erklärt hat, wurde heute beim Amtsgericht Frankfurt ein Insolvenzantrag gestellt. Damit stehen allein deutschlandweit 2.400 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Schon seit längerer Zeit war die Zukunft des 1950 gegründeten Unternehmens ungewiss. So hatte der nach Otto zweitgrößte Universalversender Deutschlands und der viertgrößte Europas erst Ende April darüber informiert, fast 1.400 Stellen abbauen zu wollen.

Heute Mittag sah es dann zunächst so aus, als sei Neckermann gerettet, nachdem sich Unternehmen, Betriebsräte und die Gewerkschaft ver.di auf einen Kompromiss zum Stellenabbau geeinigt hatten. Allerdings hielt der Eigentümer des Unternehmens das Ergebnis für nicht tragfähig und kündigte daraufhin an, keine weiteren Mittel mehr zur Finanzierung bereitzustellen. Zukunft weiter ungewiss Nachdem der Insolvenzantrag heute gestellt wurde, ist die Zukunft von Neckermann weiter ungewiss. Die Geschäftsführung kündigte an, alles daran zu setzen, um das laufende Geschäft weiterhin aufrechtzuerhalten. Es sollen demnach alle Möglichkeiten geprüft werden, um das Geschäft weiter fortzuführen. Was die Insolvenz für die Auslandstöchter, unter anderem auch in Österreich bedeutet, ist derzeit ebenfalls ungewiss. Was die Insolvenz für euch bedeutet Auch wenn Neckermann sich nun in der Insolvenz befindet, sind Bestellungen noch immer möglich. Allerdings solltet ihr vorerst nur auf Rechnung bestellen, da euer Geld sonst im schlimmsten Fall weg ist. Auch etwaiges Guthaben oder Gutscheine, solltet ihr jetzt - solange das noch möglich ist - einlösen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Geschichte um Neckermann nicht das gleiche Ende nimmt wie die Drogeriekette Schlecker, die ihre Filialen mittlerweile ja endgültig geschlossen hat. Vor allem für die 2.400 Mitarbeiter wäre dies natürlich schrecklich. Wie es mit Neckermann weitergeht, werden nun die kommenden Wochen zeigen.

13 Kommentare
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Anonym18339

Wen wundert's? Hohe Preise, mieser Kundenservice... Die gekündigten Mitarbeiter sind die einzig Leidtragenden und müssen für eklatante Managementfehler herhalten.

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Anonym18340

Auch wenn es für die Mitarbeiter schlecht ist, hat es Neckermann mehr als verdient, endlich zu verschwinden. Waren werden mit absoluten Wucherpreisen verkauft. Es wird einem suggeriert, es gebe nahezu unendlich viele Waren, von dem aber alles ausverkauft, oder mit Wochenlanger Lieferzeit angegeben ist. Des weiteren baut das Ganze Neckermann System auf den völlig dreckigen Ratenzahlungsystem auf, das Menschen Ratenzahlungen ermöglicht, die es sich NICHT leisten können. Mit Wucherzinsen und dem Gefühl, so viel zu kaufen wie man möchte. Das war immer schon der einzige "Sinn" und Funktion von diesem Laden in den letzten Jahrzehnten. Leute, die eigentlich kein Geld besitzen, dennoch weiter auszunehmen.

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Anonym15371

Zum einen: was ein Insolvenzantrag für Tochterunternehmen bedeutet, hat man ja bei Quelle, Schlecker, etc. gesehen. Da braucht sich niemand Hoffnungen machen. Zum anderen: zum Leben gehört eine gute Portion Eigenverantwortung und Beherrschen der Grundrechenarten. Wenn man alles auf Pump kauft, "weil´s eh so leicht geht", dann braucht man sich nicht wundern, wenn man auf die Schnauze fällt. Alles auf die bösen Unternehmen oder den bösen Staat zu schieben, ist schon etwas ... dämlich?

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Anonym18340

Es gibt nun einmal Leute, die können eben nicht gut mit Geld umgehen. Neckermann, Otto und wie sie alle heißen, haben sich immer genau das zu nutze gemacht, und Ratenzahlungen genehmigt, obwohl es klar war, dass diese Personen sich das nicht leisten können. DAS WAR DAS KONZEPT von diesen sch**ß Läden. Natürlich kann man die schuld nun bei den Konsumenten suchen. Aber solche Firmen nutzen scheinbare Schwächen dieser Menschen , die eben nicht die "Portion Eigenverantwortung" haben, schamlos aus.

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Anonym13722

was es noch heißt: GARANTIE WEG! eventuelle ansprüche werden (nach einigem aufwand das zu melden) nur mehr mit der quote abgegolten (und das ist idR fast nix) solltet ihr einen Hersteller innerhalb der EU haben gibts noch die überlegungen über den zu gehen (PHG in AT, dabei gäbs dann aber 500€ selbstbehalt oder vll auch kulanzlösung) wenn das ein direktimport war kann mans sofort vergessen. was es außerdem heißt: forderungen aus dem 14 tägige rückgaberecht für internetkäufe wird ebenso nur mehr aus der konkursmasse bezahlt.

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Anonym13722

wer die portion eigenverantwortung nicht hat hat pech. wenn ich ein notebook über geizhals billiger und näher kaufe als meine mutter selbiges tun würde hat auch sie alleine die schuld. und nicht die gesellschaft, der mediamarkt oder der weihnachtmann. allerdings ists schon lustig dass der, der den menschen unmengen konsumkredite aufgedrängt hat nun auch in der schuldenfalle sitzt.

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Anonym15219

Gut so! Hat ja auch nicht gerade eine rühmliche Vergangenheit

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Anonym18339

@jimmyblue: Bitte nicht mit juristischem Halbwissen um sich werfen! Schon tausendmal erklärt: Garantie=idR freiwillige Leistung des HERSTELLERS, ein defektes Produkt in einem definierten Zeitraum zu reparieren/auszutauschen etc. gesetzliche Gewährleistung: 2 Jahre ab Kaufdatum; beim VERKÄUFER des Produkts geltend zu machen; greift nur bei Mängel, die schon bei Übergabe des Produkts vorlagen und NICHT erst bei nach dem Kauf entstandenen Mängel. In den ersten 6. Monaten muss der Verkäufer beweisen, dass der Mangel nicht schon bei Übergabe vorlag, will er sich von der Gewährleistung drücken. Danach muss der Käufer beweisen, dass der Mangel bereits bei Übergabe des Produkts vorlag. ad PHG: Das Produkthaftungsgesetz ersetzt nur sogenannte Mangelfolgeschäden, dh Schäden, die DURCH das Produkt verursacht werden. Schäden am fehlerhaften Produkt an sich sind durch das PHG NICHT ersatzfähig. Bsp: Dein Fernseher fängt durch einen Produktionsfehler im Betrieb Feuer und zerstört deine Wohnung. Das PHG ersetzt die Schäden, die durch den Brand entstanden sind, aber nicht den Fernseher. Im Rahmen der Verschuldenshaftung kann gegen den Produzenten vorgegangen werden (Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter) und Ersatz des Mangelschadens (defekter Fernseher) verlangt werden.

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Anonym17484

Die Zeiten, in denen man sich aus einem Katalog, in dem sich die Preise mindestens 6 Monate nicht ändern bestellt hat, sind eben vorbei. Mittlerweile ändern sich für die Güter die Preise täglich, manchmal sogar stündlich. Quelle ist kaputt gegangen, jetzt Neckermann und für Otto - meiner Meinung nach - wird das Wasser auch knapp. Heute bestellt "man" online, kauft online oder direkt vor Ort. Zeiten ändern sich eben...und damit auch die Wirtschaft.

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Anonym8129

seh ich ähnlich, wobei die mitarbeiter natürlich "mithaften" und als solche natürlich auch mitschuldig, auch wenn es vor allem die manager und "preisgestalter" trifft, die am tod des konzers ihren hauptanteil zu tragen hätten. gerade wenn du das service benennst - wer glaubst du, hat dieses bearbeitet?

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Anonym14734

Komisch, ich war mit Neckermann jahrelang äußerst zufrieden, bedaure es sehr, dass es so weit gekommen ist: 1. Gute Preise 2. Größere Kulanz als die meisten anderen Versandhäuser 3. Extrem gute Auswahl bei fast allen Produktsparten 4. Meistens sehr schnelle Lieferzeit 5. Nette Leute an den Hotlines.

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Anonym18351

die vollhorste die nicht rechnen können haben es nicht anders verdient. du gehörst ja offensichtlich auch dazu. es muss auch dämliche idioten geben hahahaha

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Anonym13722

teilskorrekt: garantie ist in meinem post durch gewährleistung zu ersetzen, sollte die garantie aber vertragsinhalt gworden sein ist sie ebenso nicht mehr freiwillig sondern vertragspflicht. allerdings gilt in beiden fällen dass man maximal die konkursquote bekommt was den aufwand idR nicht rechtfertigt wodurch man das ganze als totalverlust ansehen kann. beweislastumkehr hin oder her und das phg ebenso wie kulanzlösungen sind halt möglichkeiten trotzdem (bei ensprechenden mängeln) von jemandem zahlungsfähigen etwas ersetzt zu bekommen. soviel zum halbwissen: 3Ob265/02w Ein Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter sei dann nicht anzunehmen, wenn der Dritte gegen einen der beiden Vertragspartner einen deckungsgleichen Anspruch aus einem von ihm selbst geschlossenen Vertrag habe.

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