HOW TO: Gebrauchtwagen von Deutschland nach Österreich importieren

Anonym2106
eingestellt am 1. Jul 2010
Stand: 17. April 2014

22768.jpg
Ich habe vor ein paar Jahren selbst ein Auto aus Deutschland importiert und damit die ganze Recherchearbeit und die gemachten Erfahrungen nicht verloren gehen, gibt es ein ausführliches HOW TO dazu.

Neu- und Gebrauchtwagen aus Deutschland sind ein ganzes Stück günstiger als in Österreich, daher denken immer mehr über das Importieren eines Autos aus Deutschland nach. Da das Importieren eines Autos auf den ersten Blick sehr kompliziert und aufwendig aussieht, scheuen sich die meisten davor zurück und lassen es gleich sein. Wenn man aber weiß wie es geht, und sich ein wenig vorbereitet, ist alles halb so schlimm. Mit der folgenden Anleitung sollte jeder das System verstehen, und es hinbekommen, ein Auto zu importieren. Wieso ein Auto aus Deutschland? Vergleicht man die deutschen Gebrauchtwagenbörsen mit den österreichischen, kommt man recht schnell drauf, dass erstens das Angebot viel größer ist und zweitens die Autos um einiges günstiger sind. In Deutschland findet man also eher sein perfektes Auto, als hierzulande. Leider kann man aber nicht mit dem angegebenen Verkaufspreis rechnen, sondern muss doch noch einiges draufschlagen. Wie viel das ist, lest ihr weiter unten.

Wo finde ich meinen Neu-/Gebrauchtwagen? Die günstigsten Neuwagen findet ihr beispielsweise auf meinauto.de oder autohaus24.de. Hier stellt ihr euer Wunschauto zusammen und seht gleich, welcher Händler den meisten Rabatt gibt. Rabatte von 16-20% sind dabei oft keine Seltenheit. Da hat man es beim Verhandeln direkt beim Händler schon um einiges schwieriger.

Als Neuwagen gelten in Deutschland nur Fahrzeuge, bei denen nicht mehr als 12 Monate zwischen Produktion und Kauf liegen, die keine Standschäden haben, noch nicht im Straßenverkehr gefahren sind und deren Modell noch unverändert hergestellt wird. Auch wenn es nur fünf Tage zugelassen wurde, ohne dass es im Straßenverkehr genutzt wurde, gilt es als neu.

In Österreich sieht die Regelung etwas anders aus – hier gelten Fahrzeuge als neu, die zum Zeitpunkt des Erwerbs weniger als 6000 Kilometer gefahren wurde. Zudem darf in Österreich auch die erstmalige Inbetriebnahme nicht mehr als 6000 Kilometer zurückliegen.

Für Gebrauchtwagen sind die wichtigsten Anlaufstellen:

Gleich ein Tipp vorweg: Lasst die Finger von umgebauten oder getunten Autos. Da sich die Typisierungsbestimmungen von Deutschland und Österreich unterscheiden, muss jeder Umbau in Österreich komplett neu eingetragen werden. Das ist teuer und kann im Einzelfall auch zu Problemen führen.

Betrüger bei Gebrauchtwagenbörsen:

Bei den großen Gebrauchtwagenbörsen treiben sich leider auch viele Betrüger rum. Ist man einige Zeit auf den Seiten unterwegs, bekommt man ein Gespür dafür und blendet solche Inserate automatisch aus. Die Betrüger haben eigentlich immer die gleiche Masche. Da die einzelnen Methoden ganze Seiten füllen, setzte ich hier nur einen Link zu einem Verbraucherportal, anstatt alle Maschen genauestens zu beschreiben. Gefunden - und jetzt? Kontakt und Verhandlungen mit dem Verkäufer

Nachdem man seinen Traum auf 4 Rädern gefunden hat, geht es daran, den Kauf unter Dach und Fach zu bringen. Zur Kontaktaufnahme eignet sich nur das Telefon. E-Mail dauert zu lange und Einzelheiten sind schwer über Schriftverkehr zu klären. Außerdem antworten die meisten Anbieter gar nicht oder erst, wenn das Auto schon weg ist. Scheut euch nicht, viele Frage zu stellen und alles zu klären. Nichts ist ärgerlicher, als weit zu reisen, vor dem Auto zu stehen, und viele kleine Mängel zu finden, die man vorher telefonisch leicht hätte klären können. Auch ist es immer gut nachzufragen ob ein Ankauftest möglich ist. Sollte der Verkäufer hier ins Stottern kommen, ist was faul und ihr solltet euch den Kauf gleich aus dem Kopf schlagen. Wer keine Freiminuten in die EU hat, kann mit Vienna-Collect kostenlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Einzig eine Flat ins österreichische Festnetz wird benötigt. Vienna-Collect habe ich in diesem Beitrag genauer erklärt.

Viele sind der Meinung, dass man am besten vor Ort über den Kaufpreis verhandelt. Ich habe aber leider die Erfahrung machen müssen, dass Händler sich besonders sicher fühlen, wenn man extra von weit angereist ist. Je nach Auto und Verkäufer würde ich daher empfehlen, den Preis schon am Telefon zu verhandeln. Bevor ihr den Preis aushandelt, lest euch weiter unten zuerst noch das Kapitel Nebenkosten und Nachzahlungen durch.

Der Kauf

Habt ihr alles mit dem Verkäufer geklärt und ist das Bauchgefühl auch gut, kommt der nächste Schritt: der Kauf. Hier gibt es wieder zwei Möglichkeiten. Ihr könnt das Auto reservieren lassen, hinfahren/fliegen, euch den Wagen vor Ort ansehen und dann erst den Kaufvertrag unterschreiben. Hierbei besteht das Risiko, dass das Auto in der Zwischenzeit schon verkauft wurde, auch wenn es fix zugesichert wurde. Dafür seid ihr auf der sicheren Seite, wenn das Auto nicht dem beschriebenen Zustand entspricht.

Die zweite Möglichkeit wäre nämlich im Vorhinein per Mail oder Fax einen Vorvertrag abzuschließen und gegebenfalls eine Anzahlung (ist ganz selten) zu tätigen. Als Anzahlung sollten 10% des Kaufpreises auf alle Fälle reichen. So habt ihr das Auto schon vorher im Sack und geht nicht das Risiko ein, am Ende umsonst angereist zu sein. Leider beschreiben die Kaufverträge, je nach Händler, meist nur grob den Zustand des Autos und so kann es passieren, dass ihr euch mit dem ein oder anderen unerwähnten kleinen Mangel abfinden müsst. Sollte es zu große Abweichungen geben, kann man aber problemlos vom Kaufvertrag zu rücktreten. Es empfiehlt sich daher immer den Kilometerstand und eine möglichst genaue Beschreibung über den Zustand (z.B. dass der Wagen unfallfrei ist) im Kaufvertrag festzuhalten. Am Ende bleibt man nämlich auf den Reisekosten sitzen. Ich habe beispielsweise einen Vorvertrag aufgesetzt, in dem ich erkläre, das Auto nur zu nehmen, wenn bei einer Gebrauchtwagenüberprüfung keine Mängel entdeckt werden.

Welchen Weg ihr wählt, hängt stark vom Anfahrweg, Preis, Alter und Kilometerleistung des Autos ab. Für einen Neuwagen, der noch Herstellergarantie hat, unterschreibt man schon eher einen Kaufvertrag im Vorfeld, als für einen Gebrauchten, der schon einige Jahre und Kilometer auf dem Buckel hat. Die erste Grundregel bei einem Autokauf ist: Bezahlt ein Auto NIE komplett im Vorhinein (Doppelt und dreifach unterstrichen). Sollte das jemand von euch verlangen, dann seid ihr höchstwahrscheinlich an einen Betrüger geraten. Beim Autokauf gilt die Devise – Geld gegen Ware. Die Anreise Da ihr im Normalfall den Rückweg mit eurem neuem Auto antretet, empfiehlt es sich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Flugzeug anzureisen. Steht das Auto weit weg, kann sich vor allem das Fliegen finanziell und zeitlich rentieren. Informiert euch schon im Vorfeld, wie ihr am besten zu eurem Bestimmungsort kommt.

Folgende kann Flugsuchmaschinen kann ich empfehlen:

Checkfelix hat in meinem Fall die billigsten Flugtickets ausgespuckt. Ein Begleiter ist auch nie fehl am Platz. Es ist nicht so langweilig und sollte der Begleiter sich noch mit Autos auskennen, verringert sich das Risiko nochmals deutlich, über den Tisch gezogen zu werden.

Vergesst nicht, alle wichtigen Dokumente für den Kauf und das Geld mitzunehmen.

Checkliste - Folgende Dokumente solltet ihr dabei haben:

  • Reisepass oder Personalausweis
  • Führerschein
  • Vignette
Beim Händler Seid ihr beim Händler angekommen, solltet ihr mal das Auto prüfen. Je nach Auto kann sich auch eine Gebrauchtwagenüberprüfung lohnen. Diese kostet zwischen 67 € und 100 €. Hier wird das Auto komplett durchgecheckt. Es wird beispielsweise auch geprüft, ob der Lack überall gleich dick ist und das Auto unfallfrei ist. Eine solche Gebrauchtwagenüberprüfung könnt ihr bei verschiedenen örtlichen Werkstätten oder bei öffentlichen Stellen machen. Hier mal ein paar Vorschläge:

Wichtige Info: Kauft ihr bei einem Händler, achtet darauf, dass die Mehrwertsteuer auf der Rechnung ausgewiesen ist. Die NOVA-Abgabe bezieht sich nämlich auf den Nettopreis. Die NOVA wird aber nur anhand des Nettopreises berechnet, wenn die Mehrwertsteuer auf der Rechnung ausgewiesen ist. Bei Privatverkäufen geht so was nicht. Private dürfen keine Mehrwertsteuer verlangen und demnach auch keine ausweisen (Die NOVA wird weiter unten behandelt).

Checkliste - Vom Verkäufer solltet ihr folgende Unterlagen bekommen:

  • Kaufvertrag oder Rechnung
  • ausländischer Typenschein oder COC-Papier
  • Zulassungsbescheinigung
  • Betriebsanleitung
  • Serviceheft
Herstellergarantie und Händlergewährleistung

Ein Neuwagen hat je nach Hersteller mindestens 2 Jahre Herstellergarantie. Das heißt, der Hersteller garantiert euch, dass in den ersten 2 Jahren keine Mängel auftreten. Sollten doch welche auftreten, werden diese auf Kosten des Herstellers repariert.

Kauf ihr den Wagen bei einem Händler, bekommt ihr 1 Jahr Gewährleistung. Gewährleistung bedeutet, der Händler verspricht euch, dass das gekaufte Auto zum Zeitpunkt des Erwerbs mängelfrei ist. Sollte dies nicht der Fall sein, muss der Händler die Mängel beseitigen. Achtet darauf, dass die Gewährleistung eigentlich nur die ersten 6 Monate interessant ist. Im ersten halben Jahr könnt ihr noch problemlos jeden Mangel auf Kosten des Händlers reparieren lassen. Nach einem halben Jahr tritt die Beweisumkehrlast in Kraft. Das heißt, ab jetzt müsst ihr dem Händler beweisen, dass der Fehler schon beim Kauf bestanden hat. Da dies in der Praxis ziemlich unmöglich ist, ist man auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Weigert sich dieser, den Fehler zu beheben, schaut ihr in die Röhre.

Die wenigsten deutschen Händler geben eine Gewährleistung die auch in Österreich gültig ist. Im Kaufvertrag wird diese dann meistens ausdrücklich ausgeschlossen. Schließt euer Händler die Gewährleistung aus, ist auf jeden Fall ein Rabatt drin. Eine einjährige Gewährleistung ist 250 – 300 € wert. Überstellungskennzeichen (auch Zoll- oder Kurzzeitkennzeichen genannt) Um den Wagen nach Österreich transportieren zu können, braucht ihr ein so genanntes Überstellungskennzeichen. Das bekommt ihr entweder vom Händler, online oder direkt vor Ort bei der Zulassungsstelle oder dem Verkehrsamt. Diese gelten meist 5 Tage und berechtigen euch ein Auto von Deutschland nach Österreich zu überstellen.

Bekommt ihr es vom Händler, müsst ihr nichts weiter tun. Ihr fahrt hin, klatscht das Kennzeichen drauf, fahrt nach Hause und schickt es mit der Post wieder zurück zum Händler.

Alternativ könnt ihr es auch online bestellen. Das geht einfach über die Homepage des Straßenverkehrsamt Deutschland. Um das Kennzeichen bestellen zu können braucht ihr noch eine Kurzzeitversicherung. Diese bekommt ihr hier. Achtet darauf, die "Grüne Karte" mitzubestellen, damit ihr einen Versicherungsschutz in der ganzen EU habt. Das Kennzeichen und die Versicherung kosten zusammen etwa um die 110 €. Leider wird das Kennzeichen nur an eine deutsche Adresse geschickt. Ihr müsst das Kennzeichen deshalb an euren Verkäufer schicken.

Die letzte Möglichkeit an ein Kennzeichen zu kommen, ist direkt vor Ort bei der Zulassungsstelle. Ruft hierfür schon mal im Vorfeld bei der zuständigen Behörde an und klärt, welche Dokumente ihr mitbringen müsst und wie der genaue Ablauf ist. Hier liegen die Kosten zwischen 110 € und 140 €.

Habt ihr das Kennzeichen, könnt ihr euer Auto nach Österreich überführen.

Achtung: Das Überführen eines deutschen Fahrzeuges mit blauem Probefahrtskennzeichen aus Österreich ist nicht erlaubt! Endlich in Österreich - Was nun? Der erste Weg führt euch zum Vertragspartner eures Autoherstellers. Dort geht ihr mit allen Unterlagen hin, der freundliche Mitarbeiter wird sich dann die nötigen Dokumente heraussuchen (eigentlich reicht auch nur die Fahrzeugnummer). Der Vertragspartner stellt dann beim Generalimporteur einen Antrag für den österreichischen Typenschein. Dieser “Aufwand” kostet etwa 180 € und dauert meist wenige Tage. Sobald dieser durch ist, könnt ihr einen Ausdruck eures Fahrzeugscheines holen, mit dem ihr dann zum örtlichen Finanzamt fahrt. Nachzahlungen in Österreich Mit dem Ausdruck des Vertragspartners bewaffnet, geht ihr zu eurem Finanzamt. Hier werden noch die NOVA, die CO2-Steuer und ggf. die Umsatzsteuer fällig. Bevor ihr das Kapitel Nachzahlungen durchlest, müsst ihr wissen, ob euer Auto ein Neu- oder Gebrauchtwagen ist. Als Neuwagen gelten alle Fahrzeuge, die zum Zeitpunkt des Erwerbs weniger als 6.000 km auf dem Tacho haben oder deren erstmalige Inbetriebnahme nicht länger als 6 Monate zurückliegt.

Nachzahlungen Neuwagen

Wenn ihr einen Neuwagen kauft, müsst ihr in Deutschland keine Mehrwertsteuer bezahlen. Ihr bezahlt dann die österreichische Umsatzsteuer in Form einer Erwerbssteuer. Zusätzlich kommt noch die NOVA und die CO2 Steuer dazu. Wie sich diese berechnet, ist weiter unter beschrieben.

Nachzahlungen Gebrauchtwagen

Bei Gebrauchtwagen wird die Mehrwertsteuer direkt beim ausländischen Händler entrichtet. In Österreich fällt keine Mehrwertsteuer mehr an. Wie oben schon mal erwähnt: Solltet ihr euer Fahrzeug bei einem Händler erwerben, achtet darauf, dass die Umsatzsteuer auf der Rechnung ausgewiesen wird. Für Gebrauchtwagen fallen “nur” noch die NOVA und die CO2 Steuer an. Wie sich diese berechnet, ist weiter unter beschrieben.

NOVA

Die NOVA (Normverbrauchsangabe) wird bei allen Neu- und Gebrauchtwagen fällig, die erstmals in Österreich zugelassen werden. Seit März 2014 gibt es eine neue Regelung, die für Mehrkosten bei Autoimporten sorgt.

Der neue Satz sieht wie folgt aus:

  • Benzin-PKW/Kombi: (CO2 je km – 90)/5 = %-Satz (maximal 32%) - 450 € + Malus ab 250g CO2-Ausstoß
  • Diesel-PKW/Kombi: (CO2 je km – 90)/5 = %-Satz (maximal 32%) - 350 € + Malus ab 250g CO2-Ausstoß
Wie in der Formel zu sehen ist, kommt ein Malus hinzu, wenn euer neues Auto einen CO2-Ausstoß von mehr als 250g hat. Dieser beträgt dann 20 € je Gramm über 250g. Der Abzugsposten von 450 € (Benzin) bzw. 350 € (Diesel) gilt nur noch bis 31. Dezember 2014.

Ab 2015 gelten 400 € für alle Autos, ab 2016 sinkt der Abzugsposten auf 300 € für alle Autos. Umweltfreundliche Antriebsarten werden bis Ende 2015 übrigens mit 600 € bonifiziert statt bisher 500 €.

Beispiel:

Audi A4 2.0 TDI (Diesel, BJ 2011) mit 149g CO2/km – Kaufpreis: 15.000 € - Netto-Kaufpreis: 12.605 €

NOVA-Steuersatz: (149 – 90)/ 5 = 11,8% -> gerundet 12%

NOVA-Abgabe: 12605 x 12% - 350 € = 1162,60 €

Neuregelung, wenn kein CO2-Wert bekann ist:

Für alte Fahrzeuge, bei denen nur der Kraftstoffverbrauch vorliegt, nicht aber der CO2-Wert, ergibt sich eine andere Regelung, die unter Umständen recht teuer werden kann.

  • Benzin-PKW/Kombi: Kraftstoffverbrauch in Liter x 25 = errechneter CO2-Ausstoß (auf ganze Zahl gerundet)
  • Diesel-PKW/Kombi: Kraftstoffverbrauch in Liter x 28 = errechneter CO2-Ausstoß (auf ganze Zahl gerundet)
Anschließend wird nach dem oben angegebenen Schema die Nova berechnet. Liegen weder Kraftstoffverbrauch noch CO2-Ausstoß vor, ergibt der kW-Wert x 2 den errechneten CO2-Ausstoß.

Auto anmelden

Habt ihr die NOVA und die CO2-Steuer beim Finanzamt beglichen, wird euer Fahrzeug in der Datenbank freigegeben und ihr könnt euer Auto sofort anmelden gehen. Und das Ganze nochmals zusammengefasst in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung: Vor dem Kauf (Auto ist noch in Deutschland): Auto finden (mobile.de, autoscout24.de, usw.) Verkäufer telefonisch kontaktieren und sich den Zustand des Autos möglichst genau beschreiben lassen (ggf. schon über den Kaufpreis verhandeln) Auto reservieren lassen oder Vorvertrag abschließen Anreise planen Überstellungskennzeichen online bestellen oder beim Straßenverkehrsamt beschaffen (110€ - 140€) Anreisen, Auto Probe fahren und Zustand überprüfen Kaufvertrag unterschreiben Auto nach Österreich fahren (Vignette aufkleben) Nach dem Kauf (Auto ist in Österreich): Mit den Unterlagen zum Vertragshändler des Herstellers (z.B.: Audipartner) Dort den österreichischen Typenschein anfordern (Kosten: ~180€) NOVA & CO2-Steuer beim Finanzamt nachzahlen (Kosten: 6% - 16% vom Kaufpreis + CO2-Steuer) Auto anmelden und Spaß haben Wenn man weiß, was alles auf Einen zu kommt, ist es doch alles nicht mehr so schwierig. Im Vergleich zum österreichischen Automarkt kann man sich schon einige tausend Euro sparen.

Trotz sorgfältiger Recherche, mehreren Anrufen beim Finanzamt und bei Autohändler, sind alle Angaben ohne Gewähr. Mehr Infos zum Thema Autoimport findet ihr auf der ÖAMTC-Seite und yangel.com. Ich denke aber, dass ich das Ganze recht gut zusammengetragen habe.

Zusätzliche Info
106 Kommentare
Avatar
Anonymer Benutzer
Vielen Dank für die ausführliche Anleitung, sehr gut beschrieben! Jedoch würde ichs auch noch gut finden, wenn jemand der schon Erfahrung hat, Firmen , Händler usw. anführt die einem die Ganze Arbeit abnehmen, die vertrauenswürdig sind. Einfach Geld am Tisch und die bringen das Auto bis vor die Tür. Bei welchen Autos bekommt man neu am meisten Rabatt? (hab mich Markentypisch nicht festgelegt, schwanke zwischen 3er, Octavia RS oder Ford). Sollte ein Mazda vielleicht Differenz bringen oder Toyota ist das auch OK. Grundsätzlich würd ich mir nur gern die Arbeit ersparen und alles von einer Firma importieren lassen
Avatar
Anonymer Benutzer
Tolle Anleitung! Was mache ich wenn mein Wunschgebrauchter (Vorführer) trotz Erstzulassung 11/08 nur 600km aufm Buckel hat. Ist ja lt. Definition dann ein NEUWAGEN. So und jetzt mach dem Händler klar, daß Du nicht bereit bist die MwSt. zu zahlen, da Du die ja ohnehin in AUT entrichten mußt.
Avatar
Anonymer Benutzer
Hallo wollte fragen wie viel ich für nen bmw 530d zahlen würde Wen die Nova zirka unter 1000€ liegt dann fahr ich sofort nach deutschland und hole mir das teil: autoscout24.at/Det…joq (9,5 l -2) = 7,5 * 2) =15 % ?? Wie viel zahle ich zirka ? Mfg sascha und danke im vorraus !?
Avatar
Anonymer Benutzer
Hallo, danke für die genaue Darstellung. Für die Novaberechnung gibts den Nova-Rechner: nova-rechner.at/ . Funktioniert meiner Meinung nach ganz gut. Sollte beim CO2 Verbrauch nicht genau der Wert rauskommen, der vom Hersteller angegben wurde, so muss man den Verbrauch entsprechend korrigieren. Bei mir ist z.B. 6,6l (Diesel) und 174g vom Hersteller angegeben, beim Rechner kommen aber 176g raus. Grund: tatsächlicher Verbrauch 6,55 -> wird gerundet. Hätte selbst aber eine Frage zur MWSt. Wenn ich Neufahrzeug in D beim Händler kaufe, muss ich doch die Mehrwertsteuer dort zahlen. Hole ich mir diese dann mittels Formular an der Grenze zurück und zahle dann die 20% in Österreich beim Finanzamt? Danke im Voraus Nikolaus
Avatar
Anonymer Benutzer
Wissen die Händler in DE was sie einem so mitgeben müssen?Hab nämlich ein wenig Angst nicht alles mitzubekommen
Avatar
Anonymer Benutzer
Hallo! Hab mir auch ein Auto gekauft..kann es erst in eriner Woche abholen - aber meine Frage bezieht sich darauf: Wenn ich beim Finanzamt stehe - muss man das Geld überweisen oder kann ich auch Bar zahlen? Das würde nämlich die Anmeldung extrem beschleunigen!!!
Avatar
Anonymer Benutzer
Meine Frage an die Gruppe: Kann man auch von einer Firma einen Firmenwagen beziehen und wird für diesen die MWSt. ausgewiesen? Hat diese Firma dann den Status eines Autohändlers? Ich hab ja gelesen, dass wenn die MWSt ausgewiesen werden kann die Einstufung über Eurotax in Österreich entfällt.
Avatar
Anonymer Benutzer
Hallo Tobias Ich habe soeben deinen Beitrag über den Autoimport gelesen. Nun steh ich selbst kurz davor meine Erfahrungen damit zu machen. Könntest du mir evtl. weiterhelfen? Ich hätte da nämlich noch eine Frage bezüglich der dt. MWST. Der Autoverkäufer (eine Firma, keine Privatperson) sagt mir der VP des gebrauchten KFZ (eine Occasion) wäre ohne 19 % dt. MWST, da er den Wagen seinerseits von einer Privatperson gekauft hat. Ist das richtig, dass er mir den Wagen steuerfrei verkaufen muss? Gelangt hier nicht eine Differenzbesteuerung zur Anwendung? Für mich ist das KFZ preislich eigentlich nur interessant, wenn ich es inkl. der dt. MWST kaufen könnte, da ich es am CH-Zoll ebenfalls mit 8% zu versteuern habe. Herzlichen Dank schon mal für deine Antwort und allenfalls link zur Gesetzesgrundlage.
Avatar
Anonymer Benutzer
Hallo Leute! Ich hätte mal eine Frage. Kann es sein das die CO2 Steuer bei Oldtimer anders berechnet wird oder es ein maximum an Abgaben gibt, bei dem fahrzeug würde es sich auf ca. 400-450g/km belaufen? Ich weiß das es nich gerade Umweltfreudlich ist aber ich würde es fast nur im Sommer fahren. mfg Patrick
Avatar
Anonymer Benutzer
Hallo, Eine Interessante Info zur Nova bzw. wäre neugierig auf Input. Habe aus DE ein privates Auto importiert das 5% Nova hat. Ich mußte jedoch die 5% + 20% zahlen (900 Euro gesamt, statt nur 750) Damit hab ich nicht gerechnet - und hatte auch nirgens darüber gelesen Da gibt es offensichtlich eine Steuer auf der Steuer: Kennt diese Gesetzeslage jemand genauer?
Avatar
Anonymer Benutzer
übrigens noch eine Info zu den deutschen Kurzzeitkennzeichen: Habe mir die Kurzzeitkennzeichen bei der Zulassungsstelle selbst geholt (In München, war ein gewisser Zeitaufwand aber rentiert sich trotzdem). Die 5-Tages Version mit gelben Rand ist sehr wohl EU weit gültg - Vorher muß man sich eine Kurzzeitversicherung die EU-weit gilt besorgen (z.B. online bei nondos.de/ - die (eBV-Nummer) bekommt man dan per e.mail sofort zugesendet und mit dem Ausdruck geht man zur Zulassungsstelle dort zahlt man die Gebühr und bekommt einen temporären Zulassungsschein.) Gesamtkosten waren ca. 73 Euro für Versicherung, Gebühren und Nummerntafeln (beim Händler zahlt man zw. 110 und 140 - also die schlagen da nochmal einiges drauf)
Avatar
Anonymer Benutzer
jop ust war auch auf nova, eugh hat es gekippt ABER unsere volksverräter tricksen sich wieder drum rum. fazit die nova ist jetzt um den vorherigen ustbetrag gestiegen portal.wko.at/wk/…211 passt also leider
Avatar
Anonymer Benutzer
NOVA und CO2-Steuern App für Import nach Österreich Hallo zusammen, ich hab unter play.google.com/sto…tor eine App zur Verfügung gestellt, mit der man am Handy die bei einem Fahrzeugimport nach Österreich fälligen Steuern berechnen kann. Damit der Import von Deutschland nach Österreich nicht all zu günstig ist, dürfen wir nämlich NOVA (Normverbrauchsabgabe), CO2-Steuern, NOx-Malussteuern, ... und darauf noch die Mehrwertsteuer abführen. Mit 1.1.2013 wurden dabei die Grenzwerte für die CO2-Steuern wieder gesenkt, so dass noch höhere Abgaben beim Autoimport nach Österreich fällig werden. Vielleicht kann der Eine oder Andere ja diese App brauchen, damit man nicht erst am Finanzamt eine Überraschung bekommt.
Avatar
Anonymer Benutzer
Allllso ich möchte mir einen Bmw 553d E61 2007 kaufen kostet ca 22000€ und hat 182g/km ich bin selbstständig und besitze eine Uid Nr was muss ich dann bitte ca bezahlen?? wäre euch sehr dankbar für infos.
Avatar
Anonymer Benutzer
danke für die app - werd sie gleich mal ausprobieren vielleicht eine dumme frage aber ich stells mal - vielleicht kannst dus mir ja beantworten also.. ein freund wohnt in D - wenn ich nun mit ihm das auto kaufe - Vertrag auf seinen namen und er mir darauf das auto um einen wesentlich günstigeren preis verkauft bezahle ich doch weniger steuer oder? (könnte ja ein unfallauto sein um 100€ zum ausschlachten) oder hab ich einen denkfehler?
Avatar
Anonymer Benutzer
Alles super beschrieben, nur leider zum Teil veraltert. wer diese Prozedur schon einmal mitgemacht hat, wird es wissen. Seit 2013 haben sich nicht nur in Ö die Import Gesetze verschärft, sondern auch in DE, vor allem, was die Kennzeichen und die Steuer betreffen. Verlasst euch nicht auf die Erfahrungen im Internet, wenn die Beiträge aus dem Jahr 2012 stammen. Für die gelben Kennzeichen muss man in Österreich (wen man erwischt wird) Strafe zahlen, egal ob man EU Versicherungspapiere hat oder nicht, außer die Polizei weis es selbst nicht - kommt auch vor. Daher, gleich die roten Zollkennzeichen (Gültigkeit mindestens 30 Tage - neun Tage war einmal) oder gleich die grünen Kennzeichen aus Österreich mitnehmen - sind sogar in Ungarn gültig - und das heißt was! Am wenigsten Scherereien hat man, wenn man sich das Fahrzeug gleich von einer Spedition nach Hause bringen lässt. Noch ein Hinweis! Ich rate nur, keine Fahrzeuge von privat aus DE kaufen wegen der Laufleistungsmanipulation. Da ich fast jede Woche als Händler Netto-Fahrzeuge aus DE importiere, spreche ich aus Erfahrung und weis, dass auch bei Händlern jedes dritte Fahrzeug KM-Manipuliert ist. Ich kaufe erst dann, wenn man mir zu 100% die Laufleistung vom Fahrzeug garantieren kann (selber recherchieren, eine externe Firma vorbei schicken (Achtung auch Dekra garantiert NICHT den KM-Stand), die Service Eintragungen im Checkheft bei der durchgeführten Werkstätte bestätigen lassen usw. All das erfordert ca. einen Zeitaufwand von 1-2 Wochen, aber das sollte es wert sein. Wenn man die behördlichen Wege vom Anfang bis zum Ende, sowie die persönlichen Recherchen (meiner Meinung am wichtigsten) durchführt, braucht man viel Zeit und Geduld, aber dafür hat man am Ende ein Fahrzeug, wo man bis zu 2000€ oder mehr (je nach Spesen) gespart hat.
Avatar
Anonymer Benutzer
Hi! Danke für das Update, ist dir sonst noch was Falsches/Veraltetes aufgefallen? Dann können wir den Artikel mal auf Vordermann bringen.
Avatar
Anonymer Benutzer
echt super dein Artikel!! hat mir sehr weitergeholfen - speziell das mit der NOVA und dem Ausfuhrkennzeichen
Avatar
Anonymer Benutzer
hejj angenommen ich würd mir einen bmw m135i importieren lassen wie viel muss ich da draufzahlen ....hast du ne ahnung??
Avatar
Anonymer Benutzer
ich habe eine oldeimer mit serbise papire und wie kann ich nach östereich importiren das auto????
Dein Kommentar
Avatar
@
    Text

    Top Diskussionen

    Top-Händler