Preisfehler Mediamarkt

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eingestellt am 31. Okt
Hallo liebe Community,
ich bitte um euren Input zu folgender Sachlage:
Ich habe am 29.10 im Mediamarkt Onlineshop einen Monitor für €35,- (349,- tatsächlicher Preis) gefunden und diesen auch gleich bestellt. Natürlich dachte ich mir dass Mediamarkt die Bestellung sofort stornieren wird da ich nur eine Bestelleingangsbestätigung erhalten habe und ja noch kein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Am 30. hab ich dann den gültigen Kaufvertrag und die Versandbestätigung zugeschickt bekommen. Nun wurde mir heute von der Post mitgeteilt dass die Sendung am weg storniert worden ist und nicht bei mir ausgeliefert wird, zwei Stunden später dann die Mail von Mediamarkt erhalten dass die Bestellung aufgrund eines preisfehlers storniert worden ist und falls bereits ein gültiger Kaufvertrag zustande gekommen sei dieser angefochten wird und ich mein Geld zurück erhalte.

Hab im Internet einige Beispiele gefunden, sowohl dass der händler verpflichtet ist auszuliefern aber ebenso auch dass ich hätte erahnen müssen dass dieser Preis ein Fehler sei und deswegen der Vertrag nichtig ist.


was haltet ihr davon und was denkt ihr wie die rechtslage ist?


Danke und LG
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31 Kommentare
Einfache Antwort: wenn du zeit und geld hast anfechten - sonst lass es
Schlimmstenfalls fechten sie den Kaufvertrag sogar nachträglich nach der Lieferung noch an und du musst die Ware zurückgeben - ist rechtens.

Also besser froh sein, dass du dir den nachträglichen Stress dadurch erspart hast.

In Zeiten wo solche Prozesse großteils automatisiert ablaufen kann es halt auch zu Fehlern kommen die nicht sofort auffallen.
Kam vermutlich erst nach dem Warenausgang ein Check, dass der VK Preis weit unter dem EK lag und es zu einer manuellen Prüfung kam - meine Schätzung.

KoltesPunti31/10/2019 17:29

Einfache Antwort: wenn du zeit und geld hast anfechten - sonst lass es


Aussichtslos, sowas geht grundsätzlich zugunsten des Händlers aus wenn kein Vorsatz nachweisbar ist.
Bearbeitet von: "BlackJack" 31. Oktober
Wie Guetezeichen.at (Jurist) schreibt:

Ein zuniedriger Verkaufspreis kann deshalb zur Anfechtbarkeit des Kaufvertrags führen. Das ist der Fall, wenn der zu niedrige Preis dem Kunden hätte auffallen müssen oder das Unternehmen den Käufer rechtzeitig darüber informiert hat, dass es sich um einen Preisirrtum handelt. Die Rechtzeitigkeit ist gegeben, wenn der Kunde noch keine Handlungen im Vertrauen auf den Vertragsabschluss gesetzt hat. Die Anfechtung des Vertrags führt dazu, dass die Vereinbarung rückwirkend aufgehoben wird. Bereits erhaltene Leistungen sind zurückzustellen.

Bzw.

§ 871. (1) War ein Teil über den Inhalt der von ihm abgegebenen oder dem anderen zugegangenen Erklärung in einem Irrtum befangen,der die Hauptsache oder eine wesentliche Beschaffenheit derselben betrifft, worauf die Absicht vorzüglich gerichtet und erklärt wurde, soentsteht für ihn keine Verbindlichkeit,falls der Irrtumdurch den anderen veranlaßt war, oder diesemaus den Umständen offenbar auffallen mußteoder noch rechtzeitig aufgeklärt wurde.

Leider wirst du es nicht bekommen, da es auffallen hätte müssen.
Schon eine Frechheit, warum soll der Kunde den Verkäufer erinnern das sein Preis falsch oder Irrtümlich ist das so etwas als Gesetzeslage durchgeht ist mit wirklich ein Rätsel!! Jetzt soll sogar Kunde mit dem Verkäufer kommunizieren darüber welch Fehler er begangen hat damit ich meine Zeit verschwende um ihn auf die Gerade zu helfen, äh Hallo wo bleibt hier der Konsumentenrecht, war doch nicht ein Fehler vom Konsumenten? ... 🤮
KoltesPunti31/10/2019 17:29

Einfache Antwort: wenn du zeit und geld hast anfechten - sonst lass es


Keine Chance. Abgesehen davon hat er MM ein Anbot gemacht und dieser hat es angenommen, daher könnte er nur widerrufen (für die Durchsetzung natürlich sinnfrei), eine Anfechtung des Kaufvertrages seitens des Käufers wäre somit weder sinnvoll noch möglich.
Preisfehler passieren nun mal, da kein Mensch (und daher auch keine von ihm gesteuerten EDV-Abläufe) unfehlbar ist..daher gibts auch solche Gesetze..finde ich völlig in Ordnung so. Ich glaube kaum, dass irgendjemand von uns umgekehrt (wenn er Ware verkaufen würde) es ok finde würde, wenn er Verluste einfach so hinnehmen müßte, nur weil ein offenkundiger Irrtum bei der Auszeichnung des Verkaufspreises dies vorausgeschickt hat.
Bearbeitet von: "Mike25b" 1. November
Sry da habe ich was anderes gelernt (Online „vielleicht“ als eine Ausnahme) ABER wenn etwas mit einem Preis beschildert ist muss der Händler die Ware dem Kunden auch aushändigen!
Mete01/11/2019 01:16

Sry da habe ich was anderes gelernt (Online „vielleicht“ als eine Aus …Sry da habe ich was anderes gelernt (Online „vielleicht“ als eine Ausnahme) ABER wenn etwas mit einem Preis beschildert ist muss der Händler die Ware dem Kunden auch aushändigen!


Ja da unterscheiden sich online und Ladengeschäft nun mal, Preiskennzeichnungen im Laden passieren in der Regel manuell, aber Automatismen können halt fehlerbehaftet sein - abgesehen davon stellen Bestellungen laut AGB oft ein "Angebot" an den Händler dar, dass er annehmen kann oder nicht.

Sich hier darüber aufzuregen ist fast schon kindisch, sicher gehts beim MediaSaturn Konzern um keine Existenzen die durch einen Preisfehler gefährdet werden können, aber entweder gilt hier eine allgemeine Regel für Online Shops jeder Größe oder eben nicht, und hier können e.U.'s offensichtliche Preisfehler eben nicht verkraften, ganz einfach.
Mete01/11/2019 01:16

Sry da habe ich was anderes gelernt (Online „vielleicht“ als eine Aus …Sry da habe ich was anderes gelernt (Online „vielleicht“ als eine Ausnahme) ABER wenn etwas mit einem Preis beschildert ist muss der Händler die Ware dem Kunden auch aushändigen!


Auch bei physischen Preisen gilt derselbe Grundsatz. Ein Händler ist per se NICHT verpflichtet, die Ware zu dem Preis auf dem Preisschild zu verkaufen (im Falle eines Irrtums, etc.), auch wenn viele Händler das trotzdem machen (aber nur aus Kulanzgründen). Der Jurist nennt das übrigens "invitatio ad offerendum", was quasi rechtlich dasselbe ist, wie wenn ich eine Bestellung in einem Online-Shop abschicken kann (bzw. dazu aufgefordert werde). Ein rechtsgültiger Kaufvertrag bedarf IMMER der Zustimmung (also der endgültigen Willenserklärung) beider Vertragsparteien, egal ob online oder physisch..
Bearbeitet von: "Mike25b" 1. November
Du hast mit der Community deinen Preisfehler-Fund nicht geteilt, jetzt aber bittest die Community um Hilfe
StolzerWiener01/11/2019 14:22

Du hast mit der Community deinen Preisfehler-Fund nicht geteilt, jetzt …Du hast mit der Community deinen Preisfehler-Fund nicht geteilt, jetzt aber bittest die Community um Hilfe


Er kann es gar nicht teilen wenn er erst am 31.10 beigetreten ist bei PJ, der besagte Preisfehler war am 29.10 lt. der Info oben @StolzerWiener 👻
Bearbeitet von: "Mete" 1. November
Mete01/11/2019 15:17

Er kann es gar nicht teilen wenn er erst am 31.10 beigetreten ist bei PJ, …Er kann es gar nicht teilen wenn er erst am 31.10 beigetreten ist bei PJ, der besagte Preisfehler war am 29.10 lt. der Info oben @StolzerWiener 👻



er hat sich wahrscheinlich einfach einen Zweitaccount angelegt, um diese Frage zu stellen, dass ist z.B. auf Mydealz üblich, wenn die Frage persönlich ist. Und auf jeden Fall konnte er schon am 29.10 einen Account registrieren, um den Preisfehler zu teilen, oder war die Registrierung am 29.10 nicht möglich ?
StolzerWiener01/11/2019 15:24

er hat sich wahrscheinlich einfach einen Zweitaccount angelegt, um diese …er hat sich wahrscheinlich einfach einen Zweitaccount angelegt, um diese Frage zu stellen, dass ist z.B. auf Mydealz üblich, wenn die Frage persönlich ist. Und auf jeden Fall konnte er schon am 29.10 einen Account registrieren, um den Preisfehler zu teilen, oder war die Registrierung am 29.10 nicht möglich ?


??? :/ :/
Mete01/11/2019 01:16

Sry da habe ich was anderes gelernt (Online „vielleicht“ als eine Aus …Sry da habe ich was anderes gelernt (Online „vielleicht“ als eine Ausnahme) ABER wenn etwas mit einem Preis beschildert ist muss der Händler die Ware dem Kunden auch aushändigen!



Das stimmt leider so nicht:
Online ist ein Artikel mit einer Preisangabe lediglich eine Aufforderung des Händlers an den potentiellen Kunden ihm ein Angebot zum Kauf der Ware zu machen, welcher dieses in unterschiedlichen Formen annehmen oder auch ablehen kann. Aber selbst eine Annahme sowie zuletzt auch die Ankunft der Ware beim Kunden, können von der Händlerseite aus angefochten werden.

Nebenbei gilt auch im Ladengeschäft im Zweifel der Preis an der Kasse, nicht der des Preisschildes ...
Bearbeitet von: "Preisjäger1" 1. November
StolzerWiener01/11/2019 15:24

er hat sich wahrscheinlich einfach einen Zweitaccount angelegt, um diese …er hat sich wahrscheinlich einfach einen Zweitaccount angelegt, um diese Frage zu stellen, dass ist z.B. auf Mydealz üblich, wenn die Frage persönlich ist. Und auf jeden Fall konnte er schon am 29.10 einen Account registrieren, um den Preisfehler zu teilen, oder war die Registrierung am 29.10 nicht möglich ?


Vielleicht hat er sich ja von den Rentieren gefürchtet und schnell Pj wieder verlassen am 29.10
Hier mal ein Danke an alle für euren Input.

Zu dem Vorwurf ich habe diesen Fehler nicht geteilt kann ich leider nur sagen dass ich erst durch diese Geschichte Mitglied hier geworden bin.

Update zur Story:
Nach Erhalt des Kaufvertrages hab ich mir 2 Vesa Tischhalterungen bestellt. Schließlich hatten die ja 24Stunden Zeit den Bestelleingang zu überprüfen bevor sie mir den gültigen Kaufvertrag geschickt haben.
Hab jetzt auf die Bekanntgabe der Anfechtung des Kaufvertrages eine 14-tägige Frist auf Auslieferung gestellt bevor ich den Schadensersatz einklagen werde.

Mein Gedanke: sollte ich genug Grund vorweisen können eine Schadensersatzklage zu gewinnen, müssten Sie die Prozesskosten tragen was wohl wesentlich teurer kommen würde als so ein Monitor.

Mal sehen was jetzt passiert
Zephirolix02/11/2019 12:48

Hier mal ein Danke an alle für euren Input. Zu dem Vorwurf ich habe diesen …Hier mal ein Danke an alle für euren Input. Zu dem Vorwurf ich habe diesen Fehler nicht geteilt kann ich leider nur sagen dass ich erst durch diese Geschichte Mitglied hier geworden bin.Update zur Story:Nach Erhalt des Kaufvertrages hab ich mir 2 Vesa Tischhalterungen bestellt. Schließlich hatten die ja 24Stunden Zeit den Bestelleingang zu überprüfen bevor sie mir den gültigen Kaufvertrag geschickt haben.Hab jetzt auf die Bekanntgabe der Anfechtung des Kaufvertrages eine 14-tägige Frist auf Auslieferung gestellt bevor ich den Schadensersatz einklagen werde.Mein Gedanke: sollte ich genug Grund vorweisen können eine Schadensersatzklage zu gewinnen, müssten Sie die Prozesskosten tragen was wohl wesentlich teurer kommen würde als so ein Monitor.Mal sehen was jetzt passiert


Wenn du klagst, halte uns bitte auf dem Laufenden, wenn das durchgeht
Zephirolix02/11/2019 12:48

sollte ich genug Grund vorweisen können eine Schadensersatzklage zu …sollte ich genug Grund vorweisen können eine Schadensersatzklage zu gewinnen, müssten Sie die Prozesskosten tragen was wohl wesentlich teurer kommen würde als so ein Monitor


Abgesehen von dem Umstand, dass der Preis des Monitors alleine vor Gericht schon genug wäre einer Anfechtung stattzugeben, was willst du den an Schaden an Deiner Person durch die Anfechtung anführen, dass ein Richter dir diesen zusprechen sollte?
Bearbeitet von: "Preisjäger1" 2. November
Zephirolix02/11/2019 12:48

Hier mal ein Danke an alle für euren Input. Zu dem Vorwurf ich habe diesen …Hier mal ein Danke an alle für euren Input. Zu dem Vorwurf ich habe diesen Fehler nicht geteilt kann ich leider nur sagen dass ich erst durch diese Geschichte Mitglied hier geworden bin.Update zur Story:Nach Erhalt des Kaufvertrages hab ich mir 2 Vesa Tischhalterungen bestellt. Schließlich hatten die ja 24Stunden Zeit den Bestelleingang zu überprüfen bevor sie mir den gültigen Kaufvertrag geschickt haben.Hab jetzt auf die Bekanntgabe der Anfechtung des Kaufvertrages eine 14-tägige Frist auf Auslieferung gestellt bevor ich den Schadensersatz einklagen werde.Mein Gedanke: sollte ich genug Grund vorweisen können eine Schadensersatzklage zu gewinnen, müssten Sie die Prozesskosten tragen was wohl wesentlich teurer kommen würde als so ein Monitor.Mal sehen was jetzt passiert


Mach dich nicht lächerlich und akzeptier einfach, dass du diesmal kein Glück hattest - du hast 0 rechtliche Handhabe und das wird dir jeder Jurist bestätigen.

Dir ist auch kein Schaden entstanden - welchen Schadensersatz willst du also geltend machen?

Du vermischt auch permanent Bestelleingang mit Kaufvertrag... ruf doch einfach beim Konsumentenschutz an und erklär die Story mit allen Wahrheiten, die werden dir auch sagen du bleibst über und wirst keine Ware bekommen.

Manchmal verlier ich echt noch den letzten Funken Hoffnung dieser Gesellschaft
Preisjäger102/11/2019 15:00

Abgesehen von dem Umstand, dass der Preis des Monitors alleine vor Gericht …Abgesehen von dem Umstand, dass der Preis des Monitors alleine vor Gericht schon genug wäre einer Anfechtung stattzugeben, was willst du den an Schaden an Deiner Person durch die Anfechtung anführen, dass ein Richter dir diesen zusprechen sollte?

Hier geht es um einen finanziellen Schaden und nicht um meine Person, die Versandkosten für die Rücksendung der Tischhalterung.
Und sollte mir der Schadensersatz zugesprochen werden müssen meines Wissens nach aufgrund der Anfechtung des Händlers auch diese die Prozesskosten tragen sollte es vor Gericht gehen.
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